Wenige Fälle der Amerikanischen Faulbrut im Kreis
Bienenvolk kann nicht gerettet werden

Kreis Warendorf -

Die Amerikanische Faulbrut ist in einem Bienenstock in Ahlen ausgebrochen. Die bakterielle Infektionskrankheit, befällt die Brut der betroffenen Bienenvölker. Ein Sperrbezirk wurde eingerichtet. Glücklicherweise gab es in den vergangenen Jahren im Kreis Warendorf wenige Fälle zu verzeichnen, trotz steigender Tendenz in den Nachbarkreisen.

Donnerstag, 10.10.2019, 04:00 Uhr
In Ahlen trat jetzt in einem Bienenstock die Amerikanische Faulbrut auf. Weitere Fälle wurden im Kreis bisher nicht bekannt.
In Ahlen trat jetzt in einem Bienenstock die Amerikanische Faulbrut auf. Weitere Fälle wurden im Kreis bisher nicht bekannt. Foto: -

„Es wird leider immer mehr“, sagt die erste Vorsitzende des Imkervereins Warendorf, Margret Westmeyer , angesichts des neuerlichen Ausbruchs der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenstock in Ahlen. Dort wurde jüngst im Bereich Gemmerich durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Warendorf ein Sperrbezirk eingerichtet.

Könne man im Frühjahr oder Sommer noch auf die Seuche reagieren und Maßnahmen zur Rettung ergreifen, so sei es im Winter nahezu unmöglich, ein befallenes Volk zu erhalten, so Westmeyer. Ein befallenes Bienenvolk musste laut Dr. Hubert Hemmis , stellvertretender Leiter des Kreisveterinäramtes, bereits getötet werden. Weitere Fälle seien derzeit nicht bekannt, so der Fachmann. Das bedeute jedoch nicht, dass es nicht weitere befalle Völker geben könne. Denn die Imker – insbesondere die, die sich im Sommer mit ihren Völkern im nun gesperrten Bereich aufgehalten haben – sind nach der Seuchenschutzverordnung dazu verpflichtet, sich zu melden. „Dieser Pflicht wird natürlich nicht immer nachgekommen“, sagt Dr. Hemmis.

Im Kreis Warendorf seien die Fälle der Faulbrut noch überschaubar, heißt es aus dem Veterinäramt. So habe es vor einigen Jahren einen Fall in Beckum gegeben und im vergangenen Jahr einen weiteren in Ahlen. Der daraus resultierende Sperrbezirk bestehe aktuell auch noch, könne jedoch bald aufgehoben werden. Wesentlich schlimmer seien die Nachbarkreise betroffen.

Bei der Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Diese stirbt dann größtenteils ab, sodass die Zahl der Bienen in dem betroffenen Volk immer geringer wird und schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um überwintern zu können. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, der Honig kann ohne Einschränkung weiterhin verzehrt werden.

Für die Imker im Kreis Warendorf ist dennoch Vorsicht geboten. Gerade wenn es um den Verkauf von Bienenvölkern gehe, sei ein Gesundheitszeugnis immer angebracht, weiß Margret Westmeyer: „Doch auch an so etwas halten sich leider nicht alle.“ 600 Imker sind beim Kreis Warendorf gelistet. Nach einer groben Schätzung, so Dr. Hemmis, seien rund 400 davon aktiv.

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