Sendker zieht Jahresbilanz
81 Millionen für Breitbandausbau

Freckenhorst -

Einmal im Jahr lädt Reinhold Sendker zur Jahreskonferenz in seine Arbeitsräume nach Freckenhorst. Dann zieht der Bundestagsabgeordnete (CDU) Bilanz und blickt auf das Jahr zurück. Zunächst aber geht er auf das SPD-Referendum ein.

Donnerstag, 05.12.2019, 06:03 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 06:10 Uhr
Über viele Erfolge freut sich der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker. Bei der nächsten Bundestagswahl will der 69-Jährige aber nicht erneut antreten.
Über viele Erfolge freut sich der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker. Bei der nächsten Bundestagswahl will der 69-Jährige aber nicht erneut antreten. Foto: Marion Bulla

„E

s ist ein Stück Hilflosigkeit. Die SPD soll am Freitag klar sagen, was sie will“, sagt der Politiker, bevor er zu seiner Arbeit im Bundestag kommt.

Er spricht von rückläufigen Zahlen bei den Flüchtlingen. „Mittlerweile ist eine gewisse Normalität eingetreten“, Sendker fügt an, dass ihn vor allem die hohe Entlastung der Kommunen durch den Bund freue. Denn der übernehme 100 Prozent der Kosten für die Unterkünfte. „Das ist wohltuend für die Gemeindekassen. In Gänze stimmt die Bilanz. Stärkst du die Kommune, stärkst du das Land.“ Auch bei der Grundsicherung würden die Gemeinden deutlich weniger zahlen.

Die Förderungen kommunaler Einrichtungen im Kreis sieht Sendker in ebenso positivem Licht. Denn da gebe es jede Menge Projekte, die unterstützt werden. Unter anderem knapp 600 000 Euro für die Ahlener Caritas, die Sanierung der Fest- und Sporthalle in Everswinkel (106 875 Euro) oder die Förderung des Westpreußischem Landesmuseum (111 850 Euro).

Vom Denkmalschutz-Programm profitieren das Haus Schücking in Sassenberg (100 000 Euro), das Herrenhaus Harkotten in Sassenberg (240 000 Euro) und mit knapp 200 000 Euro wird die Sanierung der Kirchen St. Magnus/ St. Magnus in Everswinkel mitfinanziert.

Ein weiterer großer Einsatzbereich Sendkers sind die Bahnhöfe. Der 69-Jährige macht sich stark für den barrierefreien Ausbau und die Modernisierung der Bahnhöfe im Kreis.

Auch für die erhöhte Breitbandförderung hatte sich der Bundestagsabgeordnete als Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur stark gemacht. Jetzt wurden dem Kreis Warendorf Mittelzuwendungen in zwei Förderbescheiden in Höhe von 36,97 Millionen Euro und 43,97 Millionen Euro angekündigt. Mithin erfolgt eine Gesamtbundesförderung für den Breitbandausbau im Kreis in Höhe von 80,946 Millionen Euro. „Diese Bundesfördermittel sind ein großer Erfolg für unseren Kreis. Schließlich ermöglichen sie einen flächendeckenden Breitbandausbau in der Glasfasertechnologie bis auf den letzten Hof. Doch nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger ist dies eine wichtige Nachricht, auch für den Wirtschaftsstandort Kreis Warendorf ist das ein bedeutender Schritt,“ freut sich der Politiker.

Seit 50 Jahren ist Sendker in der Politik unterwegs. Bei den Bundestagswahlen 2021 wird er sich nicht mehr aufstellen lassen. Doch in den verbleibenden zwei Jahren möchte er weiterhin viel bewegen und für seine Ziele kämpfen. „Irgendwann tritt man ab. Im Moment läuft es so gut wie noch nie. Die Basisarbeit war immer mein Ding. Die Arbeit in der Fraktion ist effektiv.“

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