Jugendfeuerwehr übte bei Raiffeisen
Strohpuppen stellten zwei Vermisste dar

Dolberg -

Die Gruppen der Jugendfeuerwehr aus Ahlen, Vorhelm und Dolberg üben einmal im Jahr gemeinsam. Diesmal ging‘s zur Raiffeisen-Genossenschaft ins Lambertusdorf, wo ein fiktives Brandszenario mit Verletzten vorbereitet worden war.

Sonntag, 14.09.2014, 19:09 Uhr

Die Jugendfeuerwehren aus Ahlen und Dolberg führten ihre Jahresabschlussübung bei der Raiffeisen Dolberg durch. Das Szenario: Bei Schweißarbeiten auf dem Dach war ein Brand ausgebrochen.
Die Jugendfeuerwehren aus Ahlen und Dolberg führten ihre Jahresabschlussübung bei der Raiffeisen Dolberg durch. Das Szenario: Bei Schweißarbeiten auf dem Dach war ein Brand ausgebrochen. Foto: Ralf Steinhorst

Ein Unfall bei Schweißarbeiten auf dem Dach der Raiffeisen Dolberg rief die Jugendfeuerwehren aus Ahlen und Dolberg am Samstag für eine Übung auf den Plan. Diese hatten den ausgelösten Brand aber schnell im Griff.

Zur Jahresabschlussübung rückten in diesem Jahr nur die Jugendfeuerwehren aus Ahlen und Dolberg zum Gelände der Raiffeisen an der Uentroper Straße aus, da die Jugendfeuerwehr Vorhelm bedingt durch Klassenfahrten ihrer Mitglieder absagen musste. So nahmen insgesamt 15 Jugendfeuerwehrleute im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren an der Übung teil.

Eine Schweißerin hatte auf dem Dach der Lagerhalle der Raiffeisengenossenschaft Arbeiten durchgeführt, bei denen sie die Halle in Brand setzte und selbst vom Dach stürzte. Zwei Mitarbeiter der Raiffeisen befanden sich während des Unfalls in der Halle und konnten sich in das anliegende Waldstück retten.

Aufgabe der Jugendfeuerwehrleute war es, den Brand der Halle zu löschen. Berücksichtigen mussten sie dabei, dass durch die Lagerung von Weizen, Gerste und Düngemitteln mit Verpuffungen zu rechnen war. Diese traten aber glücklicherweise nicht ein, da die Halle durch das Löschwasser ausreichend abgekühlt werden konnte.

Zudem mussten die drei Personen gerettet werden, die allesamt leichte Brandverletzungen davontrugen. Während die vom Dach gestürzte Schweißerin unmittelbar an der Halle geborgen werden konnte, mussten die beiden unter Schock stehenden Raiffeisen-Mitarbeiter im angrenzenden Wald aufgespürt und mit einer Trage in Sicherheit gebracht werden. Für die Simulation der Bergung der Vermissten standen den Feuerwehrleuten zwei Puppen zur Verfügung, die sie vorher selbst präpariert hatten. Dazu hatten sie Papieranzüge mit Stroh gefüllt und diesen Luftballons als Kopf aufgesetzt, die sogar ein Gesicht aufgemalt bekamen. „Diese Puppen verwenden wir aus Gewichtsgründen“, erklärte Hauptbrandmeister Thomas Meyer, einer der drei Einsatzleiter.

Neben ihm leiteten Oberbrandmeisterin Melanie Mühl und Oberfeuerwehrmann Stephan Plätzer die jungen Kameraden an und gaben zwischendurch immer wieder wertvolle Tipps. Wehrführer Walter Wolf und sein Stellvertreter Bernhard Chilinski beobachteten die Übung. Nach 30 Minuten konnte diese abgeschlossen werden. „Es hat gut geklappt, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Jugendfeuerwehrleute erst ein halbes Jahr dabei ist“, zeigte sich Oberbrandmeisterin Melanie Mühl zufrieden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2741676?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F941534%2F
Nachrichten-Ticker