Rettungssanitäter fordern Feuerwehr an
Personenrettung entpuppt sich als CO-Einsatz

Ahlen -

Aus einem Einsatz der Rettungssanitäter wurde am Sonntagmittag am Querweg letztlich ein Einsatz der Feuerwehrleute. Grund: Im Haus war Kohlenmonoxid (CO) ausgetreten.

Sonntag, 13.10.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 13.10.2019, 16:41 Uhr
Reine Luft für die Kellerräume: Im Verlauf des Einsatzes forderten die Feuerwehrleute einen Lüfter an, um die Luft des Kellers CO-frei zu bekommen.
Reine Luft für die Kellerräume: Im Verlauf des Einsatzes forderten die Feuerwehrleute einen Lüfter an, um die Luft des Kellers CO-frei zu bekommen. Foto: Ralf Steinhorst

Vermutlich die sehr warme Witterung führte in einer Wohnung an der Querstraße, zu einer erhöhten Kohlenmonoxidkonzentration. Ein 47-jähriger Ahlener kam gegen 11.30 Uhr in das Wohnzimmer der Familie. Dort fand er seine 14-jährige Tochter vor, die sehr schläfrig und betäubt wirkte. Daraufhin verständigte der Ahlener die Feuerwehr .

Die eingehende Schadensmeldung in der Rettungsleitzentrale klang zunächst relativ harmlos: Zwei Personen sollten „nach Krampfanfällen“ versorgt werden. Beim Eintreffen der Rettungskräfte schlugen aber dann deren CO-Melder aus, so dass zunächst Vater und Tochter gerettet und um 11.29 Uhr die Kameraden der Feuerwehr nachalarmiert wurden. Die beiden Hausbewohner wurden zu weiteren Untersuchungen in die St.-Franziskus-Klinik eingeliefert.

Kohleheizung im Keller

Die nachalarmierten Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung von Carsten Villinger trafen mit einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug am Einsatzort ein. Dort ging zunächst ein Angriffstrupp, ausgerüstet mit Pressluftbeatmung und zusätzlichen CO-Meldern, ins Haus und stellte im Keller eine erhöhte Konzentration des Gases fest. Im Keller befand sich ein mit Kohle betriebener Heizkessel. In der Folge wurden sämtliche Fenster im Haus zum Durchlüften geöffnet. Unterstützend wurden die Stadtwerke Ahlen hinzugerufen, die mit einem Zwei-Mann-Team die CO-Konzentration in der Luft zusätzlich mit sensiblen CO-Messgeräten beobachteten.

Um auch den Zugang für den herbeigerufenen Schornsteinfeger sicher zu gestalten, wurde in der Folge des Einsatzes die Drehleiter als Fahrzeug angefordert, um den daraufbefindlichen Lüfter zur Lüftung des Kellers einsetzen zu können. Diese Maßnahme war in nur wenigen Minuten abgeschlossen, so dass eine erste Ursache des Schadensfalles analysiert werden konnte.

Abgase konnten nicht entweichen

Im Abluftrohr des Ofens hatten sich Abgase gesammelt, die nicht entweichen konnte. Das führte zur erhöhten CO-Belastung der Luft im Keller und Erdgeschoss des Dreifamilienhauses. Da der Kamin frei war, konnte ein Dohlennest im Kamin ausgeschlossen werden. 

Die Erklärung des hinzugerufenen Schornsteinfegers: Vermutlich durch die warme Witterung sei ein zu hoher Druck im Abluftrohr entstanden, der beim Anheizen dazu geführt habe, dass die Abgase nicht ordentlich entweichen konnten und sich daraufhin unter anderem im Wohnzimmer ausbreiteten.

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