Ahlen
Büz-Vertrag: Arbeitsbasis für die nächsten fünf Jahre

Dienstag, 17.03.2009, 09:03 Uhr

Ahlen - Nächste Runde: Für weitere fünf Jahre haben Stadt und Trägerverein am Montag ihre Unterschriften unter den Nutzungsvertrag für das Bürgerzentrum Schuhfabrik gesetzt. Die auf jährlich 178000 Euro Zuschuss erhöhte Zahlung ist ein Kompromiss; der Verein hätte gern mehr gehabt, die Stadt aber keine Spielräume. Zufrieden waren gestern Mittag sowohl Bürgermeister Ruhmöller und Abteilungsleiter Schule, Kultur und Weiterbildung, Christoph Wessels, als auch Büz-Geschäftsführerin Christiane Busmann sowie Vereinsvorsitzender Guido Heinrich und sein „Vize“ Leif Richter.

„Nicht, dass die Stadt zu viel Geld hätte - aber der Verein hatte zusätzlichen Bedarf“, erinnerte Benedikt Ruhmöller nochmals kurz an die Diskussion in der Politik, die sich aber schnell geeinigt habe, die Steigerung um jährlich 28000 Euro zu gewähren. Das schaffe dem Verein „Verlässlichkeit und Planungssicherheit“. Weitergehende Vereinbarungen gebe es nicht - noch nicht. Denn an der Einbeziehung einer weiteren halben Stelle, konkret für die Jugendarbeit in der Stadtmitte, werde noch gearbeitet.

„Dringend notwendig“ sei die Erhöhung des Stadtzuschusses für den Unterhalt der alten Schuhfabrik gewesen, schickte Christiane Busmann vorweg. „Wir haben eigentlich mehr haben wollen, weil uns die Kosten davonlaufen. Aber den Vertrag unterschreiben wir.“

Trägervereinsvorsitzender Guido Heinrich bekräftigte die Finanzbedarfe. „Die Projektarbeit erweist sich als immer schwieriger, die Gelder fließen längst nicht mehr so, wie vor zehn, 15 Jahren.“ Und da der Verein in seinem 25. Bestehensjahr ganz selbstbewusst schon die nächsten 25 plane, komme die Vertragsunterzeichnung gerade recht. Es bleibe weiterhin Sache des Vereins, zusätzliche Fördermittel einzuwerben, um das Angebot des soziokulturellen Zentrums an der Königstraße weiter lebendig zu erhalten.

Der Publikumsschwund durch die Neuregelung des Nichtraucherschutzgesetzes könnte sich übrigens demnächst wieder abmildern. Wenn laut Christiane Busmann „auch die Raucher merken, dass es rauchfrei ganz angenehm ist“ in der Kneipe, plant der Verein gerade eine Lösung im Haus statt wie bisher auf der Außenterrasse. Die Gespräche mit der städtischen Bauabteilung laufen bereits.

Aktuell sind im Haus zwölf Leute beschäftigt - inklusive Teilzeitkräften, Zivis, Auszubildenden und den im Kneipenbereich tätigen Mitarbeitern.

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