Ahlen
Orientierungsplan passt in die Westentasche

Dienstag, 04.08.2009, 21:08 Uhr

Ahlen - Die Wersestadt wird wieder ein Stück behindertenfreundlicher: Der Beirat für behinderte Menschen und die Stadt Ahlen haben jetzt einen neuen „ Orientierungsplan für Menschen mit Behinderung“ herausgebracht. „Es kam vor einiger Zeit zur Feststellung, dass wir zwar über etliche Parkplätze für gehbehinderte Menschen verfügen, diese aber nicht ausreichend bekannt sind“, sah Bürgermeister Benedikt Ruhmöller Anlass genug, ein neues Faltblatt auf den Weg zu bringen.

Der alte Orientierungsplan war in die Jahre gekommen, die Daten waren mittlerweile elf Jahre alt. „Das reichte nicht mehr aus“, stellte Beiratsvorsitzender Friedel Paßmann fest und lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt. Vor allem die Koordination mit Bernd Beier aus dem Amt für Verkehrswesen habe hervorragend funktioniert, sagte er.

Der Plan zeigt nicht nur die Standorte der 60 Behindertenparkplätze, sondern auch akustische Lichtsignalanlagen, 16 Behinderten-WCs, behindertengerechte Telefone und Bushaltestellen mit Hochbord. Erfreut stellte Paßmann fest, dass spätestens im kommenden Monat im Bahnhof ein Blindenleitsystem und Infostelen für Gehörlose eingerichtet sein werden.

Der neue Plan ist in Zusammenarbeit des Beirats für behinderte Menschen sowie dem Amt für Straßenbau und Verkehrswesen ohne fremde Hilfe entstanden, Kosten für eine Agentur wurden eingespart. Weiterer Vorteil: Änderungen können ohne großen Aufwand sofort in Eigenregie vorgenommen werden. Den Orientierungsplan gibt es als Faltblatt, das im Bürgerservice, in Arztpraxen und Krankenkassen ausliegen wird. Es ist aber auch im Internet auf den Seiten der Stadt Ahlen abrufbar. „Da ist Ahlen Spitzenreiter. Das sind Informationen, die der ganzen Stadt gut tun“, ergänzte Friedel Paßmann.

Hans-Jürgen Vicariesmann, zweiter Vorsitzende des Beirats, bat um Verständnis, dass die Schrift im Orientierungsplan teilweise klein geraten ist. „Der Plan soll ja auch handlich sein und in die Westentasche passen. Aber er ist trotzdem besser lesbar als der alte Plan“, warb er für den Plan. Ruhmöller bedankte sich bei allen, die am neuen Plan mitgewirkt haben. Der Orientierungsplan mache aber auch deutlich, dass es noch Stellen im Stadtgebiet gibt, die noch behindertenfreundlicher gestaltet werden können. Heino Hilbert vom Amt für Verkehrswesen wies darauf hin, dass schon einige Maßnahmen eingeplant sind.

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