Ahlen
Hallenbad-Diskussion: „Wollen den Turm auf jeden Fall“

Donnerstag, 11.03.2010, 09:03 Uhr

Ahlen - Ein Hallenbad- Neubau ohne Sprungturm und Planschbecken? Thomas Schneider (Freie Wählergemeinschaft) intervenierte am Dienstagnachmittag in der Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses.

Bäderchef Hans Jürgen Tröger machte die Zurückhaltung postwendend am Geld fest. Ein Turm koste 120 000 Euro zuzüglich weiterer 15 000 Euro Betriebskosten jährlich. Und fürs Planschbecken seien noch einmal 80 000 Euro fällig. Komme der Turm, müsse die Wassertiefe auf 3,80 Meter abgesenkt und damit mehr als verdoppelt werden. Das bedeute: mehr Wasser, Wärme und Technik.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ sprach sich Schneider klar „pro Turm“ aus. „Wir reden von Nachhaltigkeit. Wir wollen die Attraktivität erhöhen. Wir sollten schon jetzt 10, 20 Jahre weiter denken“ Rückendeckung von Norbert Fleischer (FDP): „Wir wollen den Turm auf jeden Fall. Wir werden nie wieder nachrüsten können. Wir sollten ihn als einzigen Luxus ansehen.“

Rita Pöppinghaus-Voß sah den Sprungturm innerhalb der CDU noch nicht hinreichend beraten. Ihre Meinung: „Wir sollten auf die Haushaltslage achten.“

Turm-Zustimmung auch von Reiner Jenkel (Die Linke), der Einsparpotenziale im Umkleidebereich mutmaßte, aber auch am Becken selbst. Vier Bahnen würden für den Vereinssport reichen, erklärte er, der selbst bei der ASG schwimmt. Bäderchef Tröger winkte ab: „Sie kriegen auch nicht mehr als vier.“ Die beiden anderen seien - parallel zum Vereinsschwimmen - für den offenen Betrieb reserviert. Angedacht sei, an fünf Tagen in der Woche öffentliches Schwimmen zu ermöglichen. Lediglich im Sommer werde eine Pause eingelegt.

Über Sprungturm und Planschbecken wird nun neu zu beraten sein, wenn auch die Ergebnisse der gestrigen Bäderbereisung nach Oberhausen und Bottrop ausgewertet sind. Sie ändern aber nichts mehr an dem Beschluss der Standortfrage. In der hatten Kämmerer und Bürgermeister übrigens bis zur letzten Minute noch versucht, die CDU auf das Freibad-Areal einzuschwören. Für die Grünen hatte Martin Temme zu Beginn der Sitzung einen Antrag auf Aufgabe des Standortes „Berliner Park“ und Errichtung eines Großspielplatzes zurückgezogen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/288855?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F702640%2F702651%2F
Nachrichten-Ticker