Ahlen
Austritt aus Frust: Bolle bricht mit den „Linken“

Mittwoch, 08.09.2010, 21:09 Uhr

Ahlen - Thomas Bolle hat mit der „Linken“ gebrochen und ist aus der Partei ausgetreten, der er erst seit einem Jahr angehört. Eine Mitgliedschaft habe für ihn „keinen Nährwert“ mehr, sagt der Vollblut-Gewerkschafter, der seit Juni „Verdi“-Vorsitzender des Kreisverbandes Warendorf ist, viele Jahre beim DGB Arbeitnehmerinteressen vertrat und daher im öffentlichen Fokus steht. Seine Kritik gehe in viele Richtungen, richte sich an Kreis-, Landes- und Bundesvorstand. „Es ist das Gesamtpaket“, sagt der Ahlener. Das Führungsgebaren, das Pöstchengeschachere, die mangelnde Kommunikation. Hinter seine Arbeit bei den „Linken“ sieht er große innere Unzufriedenheit , die er nicht länger mit sich herumtragen wolle. Er habe sich in seiner ehrenamtlichen gewerkschaftlichen Ar­beit immer wohlgefühlt. Jetzt brüste sich die Partei mit dem „Verdi“-Vorsitzenden, der er nun mal sei. Bolle will sich diesem Gewissenskonflikt nicht länger aussetzen. Er will die saubere Trennung. Darum auch dieser Schritt, dieser Schnitt. „Man wird immer wieder drauf angesprochen, was da bei den Linken läuft“, sagt der 52-Jährige. „Irgendwann fehlen einem die Argumente. Wie soll man das der Bevölkerung noch vermitteln, was da oben läuft?“

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