Ahlen
„Halle ist eine Investition in die Zukunft“

Freitag, 05.11.2010, 20:11 Uhr

Ahlen - Bei den Sportfraktionen an den Schulen herrscht am Tag danach Erleichterung. Und von Seite der Schulleitungen hieß es nach der positiven Entscheidung für den Bau des Sportleistungszentrums: „Wir begrüßen, dass die Halle jetzt gebaut wird.“

Dabei hat Gerd Buller angesichts der Haushaltssituation der Stadt durchaus Verständnis für die Ablehnung durch SPD , Bündnisgrüne und die „Bürgerliche Mitte Ahlen“ (BMA). „Aus sport- und sozialpolitischer Sicht ist der Bau sehr wohl gerechtfertigt“, sagt der stellvertretende Schulleiter des Bischöflichen Gymnasiums St. Michael. Gerade auf dem Hintergrund des sportlichen Niedergangs des bezahlten Sports im Fußball wie auch im Handball sei es notwendig, attraktive überregionale Einrichtungen nach Ahlen zu holen, so Buller weiter. „Das Sportleistungszentrum ist eine Investition in die Zukunft“, unterstreicht der Pädagoge, der selbst Sport unterrichtet. Auch wenn man jetzt noch nicht über die Masse an Kadersportlern verfüge, freue er sich doch über die zusätzlichen Förderungsmöglichkeiten für diese Auswahlsportler.

Ein Aspekt, der aus Sicht des Initiators des Leistungszen­trums, Berni Recker , ganz wichtig ist. „Wir haben den Zuschlag nicht zuletzt deshalb bekommen, weil wir ein Drei-Säulen-Modell vorweisen konnten“, stellt Recker fest. Neben der eigentlichen Sportförderung, die nicht auf den Handball beschränkt ist, sondern auch Sportarten wie Fußball und Judo einschließt, ist auch eine besondere schulische Förderung der Schüler bis hin zur Unterstützung bei der Suche nach Berufspraktika vorgesehen. Vereine und Schulen, so Recker, hätten schon über 100 Schüler angemeldet.

Auch Siegfried Knepper sieht die Entscheidung pro Halle positiv. „Unsere Hallenkapazitäten sind sehr begrenzt“, so der Schulleiter des Städtischen Gymnasiums. Insofern sei eine Ausweitung des Angebots auf jeden Fall zu begrüßen. Im Übrigen geht er davon aus, dass die begonnene Sanierung der Gebäude weitergeht. „Gerade an den Turnhallen sind Sanitär- und Umkleideräume renoviert worden“, stellt Knepper fest.

„Andere Städte hatten sich auch um dieses Leistungszen­trum beworben“, betont Recker, und hätten den Kürzeren gezogen. Die neue Halle schaffe zusätzlich Kapazitäten, weil die Realschulhalle durch die ASG ganz freigezogen werden kann. Geschätzte Einsparung: 10 000 Euro pro Jahr.

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