Ahlen
Riesenschub vor allem für Schulen

Freitag, 10.12.2010, 16:12 Uhr

Ahlen - „Schön“, sagte Heinz Quante beim Betreten des muckelig warmen Raums. „Stimmt“, konnte Ulrich Vornholt dem CDU-Bauausschussmitglied voll und ganz beipflichten: Die neuen Technikräume der städtischen Realschule sind nicht mit ihren Vorgängern vergleichbar. Donnerstag sah sich der Ausschuss dort um, tagte im ebenfalls neuen Lehrerzimmer.

Er sei, hatte Schulchef Ulrich Vornholt zu Beginn der Sitzung gesagt, „der Stadt sehr dankbar, dass sie dieses Geld hierher gelenkt hat.“ Damit meinte er die knapp zwei Millionen Euro vor allem aus dem Konjunkturpaket II, mit denen seine Schule enorm weiterentwickelt worden war.

Sandra Placke , die Architektin des Zentralen Gebäude- und Liegenschaftsmanagements (ZGLM), die während der umfangreichen Um-, An- und Neubauten Stammgast im Haus war, hatte zusammen mit ihrem Kollegen Manfred Sorges das gesamte, rund 11,3 Millionen Euro „schwere“ Paket nochmals präsentiert, mit dem außer Schulen, Turnhallen und Kitas auch andere öffentliche Gebäude saniert und/oder erweitert worden waren. Manfred Sorges blätterte mit der rund 2,7 Millionen Euro teuren Komplettsanierung der Barbara-schule ein Extra-Kapitel des 2010er-Programms auf, in dem auch Mittel der Stadt und von anderen Fördergebern stecken: „Aus dieser Schule machen wir ein richtiges Prachtstückchen!“ Das Gebäude wird nach der energetischen Vollsanierung nur 40 Prozent des Bedarfs eines vergleichbaren Neubaus haben.

Schräg gegenüber, im Jugendzentrum Ost, wird sich die Erneuerung der Saalbeleuchtung auch schnell bezahlt machen. Laut Sandra Placke verbrauchen die Lampen rund 94 Prozent weniger Strom als die bisherigen.

Lutz Kuligowski ( CDU ) richtete im Namen des von ihm geleiteten Ausschusses ein Dankeswort an die Mitarbeiter des ZGLM. Was das Team da geleistet habe, „war wirklich klasse!“ Andreas Huesmann stimmte da für die FDP zu: „Was da geleistet wurde, ist hervorragend.“ SPD-Sprecher Peter Albrecht legte noch drauf. Er könne nur gratulieren. Auch der Stadt: „Die energetische Sanierung ist der richtige Weg. Das ist für uns bares Geld.“

Im Anschluss an die Sachstandsberichte schauten sich die Ausschussmitglieder dann den Anbau näher an, in dem Mensa und Technikräume untergebracht sind. Aktuell nutzten rund 220 Schüler das Angebot, mittags hier zu essen, erzählte Ulrich Vornholt. Nach einer Eingewöhnungszeit laufe der Betrieb jetzt sehr gut. In der warmen Jahreszeit können die Glastüren zum Schulhof geöffnet werden - einbetonierte Außentische und -bänke stehen auch schon.

Im Stockwerk drüber arbeiten die Realschüler mit Holz und Metall. Hier wie in der Mensa lobte Vornholt besonders auch die Farbgebung - und damit explizit Sandra Placke. Eine Führung durch die Schule mit an einem Wechsel interessierten Lehrern koste jetzt eine gute Stunde, so Ulrich Vornholt. „Besonders die Technikräume finden alle sehr bemerkenswert.“

Von Lutz Kuligowski auf die Probleme mit wild geparkten Schülerrädern angesprochen, sagte Vornholt zu, weiter am Thema zu arbeiten. Ein Problem seien die von Sturmtief „Kyrill“ beschädigten Dächer der Radständer, ein anderes wiederholte Einbrüche in den „Käfig“. Die Schule hat schon auf eigene Kosten eine Videoüberwachung installieren lassen, wodurch sich eine Besserung abzeichne.

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