Ahlen
Sparkassen-Teilverkauf und Abriss: Bei Meyers läuft die Uhr

Donnerstag, 24.03.2011, 09:03 Uhr

Ahlen - Teilverkauf der Sparkassen-Hauptstelle? Da klopft es auch bei Norbert Meyer gewaltig an der Ladentür . Sollte der wuchtige Altbau demnächst für ein neues Einkaufszentrum am anderen Ende der Fußgängerzone abgerissen werden, dann sind auch seine 70 Quadratmeter links unten weg.

Seit 16 Jahren ist der Juwelier vor Kopf stiller Mieter im Sparkassen-Komplex. Dass etwas passiert und auch passieren muss, um die Innenstadt weiterzuentwickeln, ist dem Geschäftsmann nicht neu. Er sei ganz nah dran am Thema - und stehe, wie er sagt, in engen Gesprächen mit der Sparkasse: „Wir werden wohl irgendwann in den Neubau einziehen. Dazwischen finden wir sicherlich eine Lösung.“ Vielleicht ein paar Häuser weiter, vielleicht anderswo. Fürs „Comeback“ kann sich Meyer „alles zwischen 50 und 100 Quadratmeter vorstellen“. Auch eine Sortimentserweiterung.

Die Entscheidung eines Teilverkaufs, wie ihn der Verwaltungsrat der Sparkasse am Dienstagabend beschlossen hatte (die „AZ“ berichtete), sei für Ahlen gut, urteilt der Uhrenhändler, der einst viele Jahre Vorsitzender der damaligen Ahlener Werbegemeinschaft war. „ Ich denke mir, das werden einige große Geschäfte sein, die Magnetwirkung haben.“ Aber schon jetzt ist Meyer mit seiner Lage in der oberen Fußgängerzone zufrieden. Als Billigmeile verschrien, habe sie sich in den vergangenen fünf, sechs Jahren „richtig gemacht“. „C&A, Ernstings Family und die Sparkasse sind sehr gute Adressen. Die Sonderposten-Anbieter bringen richtig Frequenz.“ So manch einer mache da vor seinem Schaufenster Stopp, komme rein, gucke und kaufe. Ja, hier oben würde er gern bleiben. Übers neue Drumherum, das die vielen Quadratmeter mit Mietern füllen wird, kann der Geschäftsmann nur spekulieren: Etwas Vernünftige im Oberbekleidungsbereich täte der Stadt hier sicherlich noch gut. Meyer: „Die nächsten Wochen werden spannend.“

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller sieht die obere Fußgängerzone an einem Wendepunkt. Am Tag nach der Entscheidung zum Teilverkauf der Sparkasse rechnet er mit einer „raschen Lösung“. „Ich bin froh darüber, dass das ehemalige Hotel Gretenkort mit einbezogen wird, damit das Entrée der Fußgängerzone nachhaltig aufgewertet wird“, so Ruhmöller. Sparkassen-Sprecher Dr. Uwe Koch hält sich mit Angaben noch zurück. Spruchreife Neuigkeiten gebe es aber schon in den nächsten Wochen

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