Ahlen
Der Pütt hat ausgeschlafen: Mehrere Neuansiedlungen

Dienstag, 27.09.2011, 10:09 Uhr

Ahlen - Der Dornröschenschlaf ist vorbei. Zumindest für einen erheblichen Teil der von der Zeche Westfalen erhaltenen Gebäude: Die Werkstätten sind an die Firmen Scholdra , einen weiteren Handwerksbetrieb und die Projektgesellschaft gegangen, Oliver Weigelt hat als neuen Sitz für seine Firma „ Weriflex “ die alte Schmiede erworben. Darüber hinaus sei auch der Verkauf des ehemaligen Kesselhauses an einen Stahlbaubetrieb unter Dach und Fach, bestätigte Projektgesellschaftsgeschäftsführer Hermann Huerkamp Montag auf Anfrage. Interessenten gibt es außerdem für den alten Lokschuppen und das Versandgebäude. „Und beim Versand sieht es diesmal nach einem ernsthaften Interessenten aus“, sagt Huerkamp.

Doch dazu will er sich unter Hinweis auf die noch laufenden Gespräche noch nicht äußern.

Fußbodenverleger Scholdra wird seinen Teil der Werkstätten nicht selbst nutzen, sondern an einen Hersteller von Verkabelungen für Industrieanlagen vermieten, wie Geschäftsführer Veit Scholdra bestätigte. „Wir fangen aber erst in vier bis sechs Wochen mit dem Umbau an.“

Weiter ist da Oliver Weigelt mit seiner Firma, einem Großhandel für Fliesenzubehör, der noch in der Bessemerstraße angesiedelt ist. „Wir sind diese Woche gestartet und hoffen, bis Ende Januar umgezogen zu sein.“ Weigelt wird in der alten Schmiede Lager und Büros einbauen. „Außerdem werden wir im Obergeschoss noch vermietbare Flächen schaffen“, so Weigelt im „AZ“-Gespräch.

Verlagern wird auch ein weiterer Handwerker seinen Betrieb zur Zeche. Er und seine Mitarbeiter werden wohl ab Frühjahr 2012 ebenfalls im Werkstättenkomplex Platz finden, von denen einen Teil die Projektgesellschaft gekauft hat, weil sie dort ihre Holzschnitzel-Heizanlage betreibt.

Der Inhaber will seinen Namen noch nicht nennen, weil vor dem Besitzübergang zum Oktober noch einige organisatorische Dinge zu regeln sind.

Nebenan in der alten Lampenstube arbeitet die Sendenhorster Fliesenfirma Bendik weiter am Umbau des Ausstellungsgebäudes.

Noch nicht weiter ist hingegen der Dolberger Architekt Volker Lembken, der zusammen mit Dachdeckermeister Hans-Edgar Behrens das Pförtnergebäude zu einem Künstlercafé umbauen möchte. Immerhin: „Unsere Bauvoranfrage ist inzwischen positiv beschieden worden.“

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