Die Kauflust steigt und steigt
Fröhlicher Endspurt: Die Kauflust steigt und steigt

Ahlen -

Ja, die Leute hätten wieder richtig Spaß am Aussuchen und Kaufen, freut sich Juwelier Norbert Meyer. „Elektroniker“ Wolfgang Arnold verspürt unterdessen mit jeder brennenden Adventskerze mehr Feuer im Weihnachtsgeschäft. Und in Birgit Kerstins Spielzeugland ist es wenige Stunden vor der Bescherung „richtig rummelig“. Noch Fragen? Die „AZ“ hörte sich drei Tage vor Kassenschluss um.

Donnerstag, 22.12.2011, 11:12 Uhr

Ja, die Leute hätten wieder richtig Spaß am Aussuchen und Kaufen, freut sich Juwelier Norbert Meyer . „Elektroniker“ Wolfgang Arnold verspürt unterdessen mit jeder brennenden Adventskerze mehr Feuer im Weihnachtsgeschäft. Und in Birgit Kerstins Spielzeugland ist es wenige Stunden vor der Bescherung „richtig rummelig“. Noch Fragen? Die „AZ“ hörte sich drei Tage vor Kassenschluss um.

Elektronik : „Wie läuft‘s?“ Die weihnachtliche W-Frage so kurz nach Ladenöffnung wirkt am Donnerstagmorgen auf „Promedia“-Geschäftsführer Wolfgang Arnold wie ein zweiter Kaffee. „Jetzt haben Sie mich aber“, frohlockt er durchs Telefon – und zählt ebenso gut gelaunt seine Tops auf, während sich neben ihm die erste Schlange vor der Kasse aufbaut: LED-Fernseher, Spielekonsolen, Digital-Fotoapparate, I-Pads. . . Punkt – und Sprung rüber in den kleinen Segmentbereich: DVDs, CDs, digitale Bilderrahmen und mehr. Der Advent habe sich Kerze um Kerze gesteigert. Von „Schwach“, „Schwach“ bis „Prima“ und „Klasse“. Der Vergleich zum Vorjahr: „Ähnlich“. Den nächsten Run erwartet Wolfgang Arnold nach Weihnachten : „Die vielen Gutscheine sollte man nicht unterschätzen. Das bekommen wir hier in den ersten Tagen nach dem Fest noch ordentlich zu spüren.“ Internet-Konkurrenz? Preise drücken? „Eher selten“, sagt Arnold. Und wenn der Kunde drauf zu sprechen komme, kaufe er am Ende doch im Laden, denn: „Er möchte Sicherheit haben.“

Schmuck, Uhren: „Sehr gut. Besser als im Vorjahr.“ Norbert Meyer ist bester Laune. „Die Leute nehmen sich Zeit zum Aussuchen und haben richtig Spaß.“ Die Stimmung sei – gefühlt – besser als im Vorjahr, die Kunden in echter Kauflaune. Bei den Damen setzt Meyer Sammelarmbänder an die Absatzspitze. „Weil man immer noch ein Teilchen mehr gebrauchen kann.“ Die Männer sprinten mit sportlichen Armbanduhren davon, aber auch die elegante Variante ziehe stark an.

Bücher: Berndt Klöpperpieper greift in der Buchhandlung Sommer zur „Spiegel“-Bestsellerliste und müsste sie eigentlich nur vorlesen. Denn das, was augenblicklich oben steht, ist auch das, was im Ahlener Advent gut laufe. Die Rechtfertigungen des Freiherrn zu Guttenberg eingeschlossen. Gleichwohl bei Jugendlichen und Erwachsenen gern gelesen: „Eragon“, Band 4, im „Erbe der Macht“. Heimatverbundene Zeilen flattern mit dem „Beflügelten Aal“ oder dem „Westfälischen Jahrbuch“ auch in diesem Jahr wieder munter unter den Baum. Männer mögen es sachlich, Frauen bunt gemischt.

Sport: Georg Arnemann ist mit einem Bein schon am EM-Ball. Sachen zur Euro 2012 liefen sehr gut. „Viele Kids bekommen in diesem Jahr wohl Ball und Trikot mit EM-Emblem geschenkt“, mutmaßt der Sportausstatter, sieht sich aber auch mit allem, was auf die Skipiste gehört, gut im Rennen. Ausnahme: Schlitten. „Die hätten wir vor einem Jahr um diese Zeit hochhalten und meistbietend versteigern können.“ Noch aber fehle der Schnee für Kaufimpulse. Doch wenn der Rodelberg an der Langst erst einmal weiß sei, liefen die Schlitten von ganz allein. Was auch für alles Wärmende gelte. Abschließende Bewertung zum Weihnachtsgeschäft – sportlich kompakt: „Passt.“

Spiel: Auf Schnee hat Birgit Kerstin diesmal gern verzichtet. Das habe viele Kunden vor einem Jahr davor zurückgehalten, in die Stadt zu kommen, als Ahlen unter der weißen Pracht versank. „Diesmal haben wir mehr Glück mit dem Wetter“, lacht sie aus ihrem Spielzeugland. Wobei Schneeschaufeln für Kinder schon „richtig gut“ gelaufen seien. Das Adventsgeschäft habe sich Woche für Woche gesteigert, wenige Stunden vor der Bescherung sei es „richtig rummelig“ im Laden. So kurz vor dem Fest zögen auch die Spiele wieder an. „Große Jungs“ dürfen sich auf ferngesteuerte Hubschrauber freuen, noch größere auf ausgereifte „Lego“-Technik für den Mann. Bei den Mädchen gehe der Trend zurück zur „ganz normalen Puppe“. Aber auch „Steiff“-Tiere und Plüsch gehörten wieder zum Weihnachtsfest wie der Baum und die Gans.

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