Untersuchung der Investorenplanungen beschlossen
Nächster Schritt in Sachen Westernstadt

Ahlen - Auch der Stadtentwicklungsausschuss von Ahlen hat grünes Licht für die weitere Untersuchung der geplanten Freizeitanlage in Ostdolberg gegeben.

Donnerstag, 09.02.2012, 09:02 Uhr

Untersuchung der Investorenplanungen beschlossen  : Nächster Schritt in Sachen Westernstadt
Planskizze für Westernstadt in Dolberg Foto: Ulrich Gösmann

Maximal zehn Prozent der Fläche, das sagt das Konzeptpapier über das „Projekt Freizeitpark Westernstadt in Ahlen-Ostdolberg“, sollen versiegelt werden, also bebaut. Ansonsten wird das an Wegen, was es gibt, halt nahezu unbefestigt bleiben, wie das in einer typischen Kleinstadt des Wilden Westens 1850 eben war.

Die übliche Verfahrensdauer für den von den Investoren beantragten vorhabenbezogenen Bebauungsplan veranschlagt, ging Stadtplaner Mattias Bartmann am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss von einem Jahr aus. Die reine Bauzeit für das Holzdorf werde sicher nochmals das Gleiche an Zeit brauchen. Bartmanns Fazit: „Vor 2014, glaube ich, reiten da keine Pferde.“

So ganz ernst schien der eine oder die andere im Ausschuss das Projekt nicht zu nehmen. Als Bartmanns Kollege Thomas Kampmann etwa erwähnte, dass man in der typisch nachgebauten Kirche natürlich auch heiraten könne, konnte sich BMA-Frau Martina Maury mit einem prustenden Lacher nicht zurückhalten. Ausschussvorsitzender Carl Holtermann zwinkerte SPD-Sprecher Norbert Bing mit Blick aufs geplante Indianerdorf zu: „Auch für die roten Brüder ist was angedacht.“ Was wiederum Gelächter brachte. Erst recht, als Bing erwiderte: „Aber nur, wenn Heinrich Artmann Sheriff wird!“

Dennoch bemühten sich die Fraktionen am Ende des Vortrags wieder um Ernst. „Wir sind dafür“, konstatierte „roter Bruder“ Bing, und seitens der CDU kündigte auch Barbara Buschkamp ein „ja“ für das „ambitionierte Vorhaben“ an, das der Linke Reiner Jenkel „ausdrücklich“ begrüßt hatte. Nur Martina Maury (BMA) steht dem Ganzen eher kritisch gegenüber. Es könne ja sein, dass es die von Mattias Bartmann erwähnten drei bis vier florierenden Anlagen gebe. Ihre eigenen Recherchen hingegen haben sie zu zwei insolventen Betreibergesellschaften in Deutschland und einer österreichischen gebracht. Dennoch: „Ich würde mich natürlich freuen, wenns in Dolberg funktionieren würde. . .“

Bis dahin muss die Investorengemeinschaft aber im Zuge des obligatorischen Durchführungsvertrages auch nachweisen, dass sie das nötige Geld hat, wie Thomas Kampmann auf Anfrage von Uwe Maschelski ( SPD ) erklärte: „Wenn er die zehn Millionen Euro nicht zusammenbekommt, ist das Projekt dann irgendwann gescheitert.“
Dann bleibe eben noch die Weiterentwicklung des eigentlich an dieser Stelle geplanten Gewerbegebietes Ostdolberg .

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/653414?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F702620%2F702622%2F
Nachrichten-Ticker