Uhren Meyer zieht‘s auf die andere Seite
Langes Suchen endet gegenüber / Ende April Eröffnung

Ahlen -

In Fast-Food-Restaurants zieht‘s Norbert Meyer nur, wenn es auswärts mal ganz schnell gehen muss. Oder wenn er umzieht. Der Uhrmachermeister wechselt Ende April die Seite. Von der Oststraße 8 geht‘s rüber in den Burger-Leerstand an der Oststraße 11.

Samstag, 03.03.2012, 15:03 Uhr

„Ich freue mich so richtig darauf. Nach so langer Wartezeit.“ Meyer strahlt am Freitagmorgen mit seinen Schmuckstücken um die Wette. Gerade erst hat er seine Unterschrift unter den Mietvertrag gesetzt, der ihm jetzt die Türen für das neue Ladenlokal öffnet. Das steht seit Wochen leer, nachdem die „Social Connections“ mit American Fast-Food dicht machte. Dass die Suche so lange dauerte, kann er als gestandener Kaufmann mit Genugtuung erklären: „Die Fußgängerzone ist so gut besetzt.“ Vorgeschmack auf das, was demnächst seins sein wird, holt sich der neue Mieter über erste Computeranimationen, auf denen alles schlichter gestaltet ist. Frei von grellen Farben, mächtiger Mantaplatten-Leucht­reklame und lustlos zugeklebten Scheiben. „Es wird nicht so grell, alles wirkt etwas feiner“, sagt Norbert Meyer. Die neue Fensterfront harmoniert in edler Alu-Optik mit dem frischen Grau der Fassade – und lässt künftig das wirken, was in den Auslagen tickt, glänzt und funkelt. In der 67-jährigen Geschichte von Uhren Meyer ist es nach Gerichts- und Bahnhofstraße nun die vierte Station. Hier wolle er auch bleiben, sagt der Uhrmachermeister. Der Mietvertrag sei auf Dauer geschlossen. 18 Jahre lang hatte er sich unten links im Sparkassen-Komplex wohlgefühlt. Würde dort in naher Zukunft nicht grundlegend Neues entstehen, er wäre geblieben. Seinem künftigen Standort gewinnt Norbert Meyer unterdessen viel Positives ab. Mit 100 Quadratmetern hat er nicht nur ein Drittel mehr als bisher. „Es ist auch von der Lage aus besser.“ Zum einen rutsche er tiefer ins Geschehen. Zum anderen sei er nicht weit weg von dem, was am Altstandort entstehe, wenn Sparkassen-Altbau und benachbarter Hotelleerstand einem Einkaufscenter weichen. Ende April will Meyer eröffnen. Vorher schließt er eine Woche für den Umzug. Wer ihn fragt, wo es denn hingeht, dem antwortet er in diesen Stunden geradezu selbstverständlich mit: „Ins alte Eichhörnchen.“ Dann ist er mit seinen Gedanken in jener kleinen Kneipe, von der heute nur noch die über 50-Jährigen etwas zu erzählen wüssten, wie er schmunzelnd erklärt. . .

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