Auch nach 132 Jahren auf Wachtumskurs
Geringhoff schneidet gut ab

Ahlen -

Die neuesten Schneidwerker der Firma Geringhoff machen das Dutzend voll - an Breitenmetern. Die Nachfrage erfordert Produktionserweiterungen.

Freitag, 22.06.2012, 09:06 Uhr

Auch nach 132 Jahren auf Wachtumskurs : Geringhoff schneidet gut ab
Marketing Manager Jascha Kolter vor einem der Zwölf-Meter-Erntevorsätze von Geringhoff. Die Geschäfte laufen so gut, dass 2000 Quadratmeter Hallenneubau erforderlich sind. Foto: Jörg Pastoor

Um mal im aktuellen Bild zu bleiben: Die neueste Entwicklung überragt die Entfernung Torlinie / Elfmeterpunkt um einen satten Meter. Aber auch wenn die Carl Geringhoff Vertriebsgesellschaft mbH&Co. KG in den Veranstaltungsländern der gerade laufenden Fußball-Europameisterschaft viele Kunden für ihre Erntetechnik hat: „Einfach besser ernten“, so der Slogan für die Mais-, Raps-, Soja- und Sonnenblumen-Vorsätze, wollen auch viele in Nord- und Südamerika . So viele, dass der Geringhoff-Standort allmählich an die räumlichen Grenzen stößt.

Also wird gebaut. Gerade entstehen gerade 1000 Quadratmeter zusätzlicher Hallenfläche, sobald die wöchentlich erwartete zweite Baugenehmigung für 1000 weitere kommt, lässt die Geschäftsführung weiter nördlich noch einen Gebäudeteil verlängern. „Außerdem haben wir jetzt den neuen Parkplatz fertig. Damit können die Pkw vom Firmengelände runter“, erklärt Technischer Leiter Klemens Surmann . Wie viel die Firma in die Erweiterung der Produktion investiert, darüber spricht man nicht gern.

Seit Geringhoff das vormalige Kosmann-Gelände gekauft hat, beträgt die Gesamtfläche des Betriebs an der Porsche- und Gerstein-straße inzwischen 60 000 Quadratmeter, laut Klemens Surmann 16 500 davon unter Dach.

Die mittlerweile 450 Mitarbeiter (Surmann: „Wir haben in den letzten Jahren die Belegschaft um 20 Prozent aufgestockt“) produzieren wöchentlich zwischen 75 und 80 Maschinen. Manchmal auch mehr. Die Pflückvorsätze, wie erwähnt bis zu zwölf Metern breit, werden noch vor Ort auf dem Gelände versandfertig gemacht, Container für den Übersee-Export bestückt.

Bis weit in den Herbst sind die Auftragsbücher voll. Marketing-Manager Jascha Kolter spricht von einer zufriedenstellenden Auslastung. Besonders die neuen Produkte, von denen Jascha Kolter spricht, finden guten Absatz: Vorsätze etwa für die Sojaernte, die statt wie bisher mit Förderschnecken das Schnittgut per Band transportieren. Die wenigsten dieser fast mannshohen Geräte haben ihre Abnehmer in Deutschland, und wenn, dann eher in Ostdeutschland, wo die nötigen großen Anbauflächen der früheren LPGen liegen. „Viel Osteuropa, Russland und Ukraine“ sei außerdem dabei, sagt Kolter, „und Amerika ist natürlich immer ein Markt.“ Nach wie vor sei das technische Wissen von Produkten „made in Germany“ sehr gefragt, das „engineering“.

Mit der aktuellen Ausweitung der Produktions- und Lagerkapazitäten und einer leichten Veränderung der Betriebsabläufe sei jetzt „erst mal der Rahmen ausgeschöpft“, ergänzt Klemens Surmann.

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