„Tom haut ab“: Erstes Kindermusical von Miriam Kaduk
Verlorener Sohn isst auch mal Pommes

Ahlen -

Kirchenmusiker müssen die Noten kennen und die Orgel beherrschen. Reicht das? Nein. Sie sollten durchaus auch ein pädagogisches Händchen haben. Denn wenn Miriam Kaduk mit 120 Kindern im Grundschulalter ihr erstes selbst geschriebenes Musical probt, „dann wird das schon ganz schön lebhaft“.

Freitag, 01.06.2012, 17:06 Uhr

„Tom haut ab“: Erstes Kindermusical von Miriam Kaduk : Verlorener Sohn isst auch mal Pommes
Miriam Kaduk freut sich auf die Aufführung. Foto: Tegeler

Kirchenmusiker müssen die Noten kennen und die Orgel beherrschen. Reicht das? Nein. Sie sollten durchaus auch ein pädagogisches Händchen haben. Denn wenn Miriam Kaduk mit 120 Kindern im Grundschulalter ein Musical probt, „dann wird das schon ganz schön lebhaft“.

Die Ahlenerin, die seit mittlerweile zehn Jahren in der katholischen Kirchengemeinde Drensteinfurt als Kantorin tätig ist, hat ihr erstes Kindermusical geschrieben. Basierend auf dem Gleichnis vom verlorenen Sohn entstand in Zusammenarbeit mit Autor Lars Günther die gesungene Geschichte „Tom haut ab“. Premiere hatte das Stück bereits in Drensteinfurt, am Sonntag, 17. Juni, wird es im Pfarrsaal St. Ludgeri zu sehen sein.

Schon acht Musicals hat sie mit den Drensteinfurter Kindern auf die Bühne gebracht – aber die stammten allesamt aus fremden Federn. „Jetzt hab ich gedacht, ich probier das auch mal aus“, schmunzelt die 38-Jährige. Die Idee, aus der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn das moderne „Tom haut ab“ zu machen, setzte sie gemeinsam mit einem Schulfreund und ihrem Mann, dem Bartholomäus-Kantor Andreas Blechmann, um: „Lars Günther ist Lektor und Autor. Der hat auch schon Liedtexte geschrieben. Und mein Mann spielt ja auch in einer Band. Der hat sich um die Band-Geschichten gekümmert.“

Miriam Kaduk holte das Gleichnis in die Gegenwart, gab ihm eine zeitgemäße und witzige Sprache: „Da kommen Handys vor und da werden auch mal Pommes und Currywurst gegessen.“ Am Klavier zu Hause entstand die passende Musik dazu.

Aber wie schafft man es, dass schließlich 120 kleine Mädchen und Jungen auf der Bühne wirklich das vortragen, was man zu Papier gebracht hat? „Na, wir proben erst mal in einzelnen Chorgruppen, meistens in der Schule. Das sind dann nur 30 bis 40 Kinder“, lacht Miriam Kaduk. Nur an drei Samstagen kommen alle Akteure zusammen zur Probe. Zudem habe sie große Unterstützung durch die Eltern, die die Spielszenen mit den Kindern üben und für Kulissen und Kostüme sorgen.

Wie das funktioniert, können die Ahlener am Sonntag, 17. Juni, um 16 Uhr im Pfarrsaal St. Ludgeri erleben. Dann stehen der „Maxi-Chor“ Drensteinfurt und die „Lambertusspatzen“ Walstedde unter Leitung von Miriam Kaduk auf der Bühne. Die Live-Band besteht aus Andreas Blechmann, Harald Sewing, Volker Junker und Ansgar Gertkemper.

Der Eintritt kostet für Kinder zwei, für Erwachsene vier und für Familien pauschal acht Euro.

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