Bürgermeister-Besuch bei „Voxtron“
Auszubildende verzweifelt gesucht

Ahlen -

Wen hat es nicht schon am Telefon zur Verzweiflung getrieben, wenn die freundliche Stimme vom Band um Geduld bat: „Einen Augenblick noch, Sie werden gleich verbunden!“ Ruckzuck ist man in einer Warteschleife gelandet, die scheinbar kein Ende nehmen will. Eine innovative Firma aus Ahlen macht diesem Spuk ein Ende. Die „Voxtron GmbH“ arbeitet seit 20 Jahren an Lösungen, um Weiterleitungen und Rückrufe, die sinnlose Kosten verursachen und an den Nerven zerren, überflüssig zu machen.

Mittwoch, 01.08.2012, 10:08 Uhr

2007 siedelte sich „ Voxtron “ in der Lohnhalle der ehemaligen Zeche „Westfalen“ an. Reichten in den Anfangsjahren noch wenige Räume, belegt die Firma heute Büros auf zwei Etagen. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller blickte jetzt gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Jörg Stegemann auf Einladung von Geschäftsführer Ralf Mühlenhöver hinter die Kulissen der „Ideen-Schmiede“. „Wer bei einer Firma oder einer Institution anruft, erwartet, dass sein Anliegen schnell erfüllt wird“, beschreibt Ralf Mühlenhöver die Erwartungshaltung eines Anrufenden. „Voxtron“-Produkte helfen, dass der Bearbeiter beim ersten Kontakt nahezu lückenlos über das Profil seines Kunden Bescheid weiß. „Sobald der Anruf eingeht, werden auf dem Bildschirm Informationen über Bestellungen, Aufträge oder die Anrufhäufigkeit hinzugefügt“, erklärt der Geschäftsführer. Sein Unternehmen versuche dabei zu helfen, dass Informationskanäle verknüpft und Nachrichten intelligent verteilt werden, „um Abläufe nachvollziehbar und kon­trollierbar zu machen“. Die Nachfrage nach individuellen Kommunikationslösungen „Made in Ahlen “ ist weltweit groß. Bis Ende 2014 will „Voxtron“ seinen Umsatz in Deutschland und Österreich auf zehn Millionen Euro verdoppeln. Weltweit arbeiten rund 100 Software-Experten für die Kommunikationsfirma, davon 38 in Ahlen. „Voxtron“ sei der einzige Software-Entwickler in Ahlen und Umgebung, folglich sei auch die Fluktuation der Beschäftigten gering, berichtet Ralf Mühlenhöver. Wie mittlerweile fast jeden Unternehmer plagen aber auch ihn Nachwuchssorgen. „Wir bekommen keine geeigneten Auszubildenden“, bedauert der 44-jährige Wirtschafts- und IT-Experte. Die Anwendung der EDV sei so leicht geworden, dass viele Bewerber ihre Fähigkeiten überschätzten. Jährlich könnten zwei Auszubildende zum Fachin­formatiker bzw. zum IT-Kaufmann genommen werden. Mit der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Münster könne die Möglichkeit zum dualen Studium „Betriebswirt“ angeboten werden. Jörg Stegemann warb für die Teilnahme des Betriebs an der Ausbildungsmesse am 6. Oktober. „Vielleicht gehen Sie auch einmal in die Schulen“, appellierte Benedikt Ruhmöller an Mühlenhöver, junge Leute, die sich in der Phase der Berufsorientierung befinden, direkt anzusprechen. Er dankte dem umtriebigen Geschäftsführer für seinen beachtlichen Beitrag, das Zechengelände zu einem modernen und technologisch hochwertigen Wirtschaftsstandort zu entwickeln.

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