Unbefugte in leerstehender Fabrik Nahrath
Feuerwehr löscht illegale Skaterbahn

Ahlen -

Eine selbstgebaute Skateranlage stand am Dienstag in Flammen. Gegen 17.30 Uhr wurde die Feuerwehr zur Industriestraße in die ehemalige Emaillewarenfabrik Nahrath gerufen, wo offenbar Jugendliche die provisorische Anlage aufgebaut hatten. Es brannten mehrere Sperrholzelemente – Personen wurden in den Hallen nicht angetroffen. Offenbar wurde niemand verletzt.

Mittwoch, 08.08.2012, 10:08 Uhr

Unbefugte in leerstehender Fabrik Nahrath : Feuerwehr löscht illegale Skaterbahn
Aus Sperrholzplatten bestand die abgebrannte Skaterbahn, die Unbefugte in der ehemaligen Emaillewarenfabrik Nahrath aufgebaut hatten. Foto: Christian Wolff

Alarmiert wurde der Löschzug Hauptwache, der vorsorglich mit vier Fahrzeugen und einem Rettungswagen ausrückte, über die Polizei. Diese war durch den Anruf eines Anwohners auf die Rauchschwaden aufmerksam geworden, die aus den Fenstern quollen. Über ein bereits verbrettertes Fenster gelangten die Brandbekämpfer in die Fa­brik. Die Einsatzleitung übernahm Rainer Lischka . Der Brand war mit Hilfe von Spezialschaum schnell gelöscht, der Einsatz innerhalb von 45 Minuten erledigt. Unklar blieb, ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde oder durch Fahrlässigkeit entstanden ist. Die Polizei ermittelt nun und hat schon bei einer ersten Kontrolle mehrere Stellen entdeckt, durch die Unbefugte eindringen können. Die vor genau 20 Jahren stillgelegte Fabrik übt vor allem auf Jugendliche einen besonderen Reiz aus. In den weitläufigen Hallen treiben sie sich immer wieder unbefugt herum und hinterlassen nicht selten ein Schlachtfeld. Davon zeugt auch die selbstgebaute Skaterbahn, die den Einsatzkräften am Dienstag Arbeit bescherte. Rundherum haben die Nutzer der Skateranlage allerlei Müll hinterlassen. Gegenstände, die sie im Gebäude und anderswo auftreiben konnten, haben sie überall aufgetürmt oder verteilt. Der Eigentümer wurde noch am Abend informiert. Zuletzt hatte die Nahrath-Brache im Oktober 2010 für Schlagzeilen gesorgt, als ein zwölfjähriger Junge beim Sturz vom Fabrikdach schwer verletzt wurde. Er zog sich Brüche und Prellungen am ganzen Körper zu. 2002 löschte die Feuerwehr einen Brand im früheren Verwaltungstrakt, der zuletzt als Geschäft für Taucherbedarf genutzt wurde. Auch hier waren ungebetene Gäste des Leerstands Verursacher. „AZ“-Online-Special „Feuerwehr Ahlen“ unter www.ahlener-zeitung.de

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1059396?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F702620%2F1178675%2F1064696%2F
Ein Zoo-Künstler unter Geiern
Prof. Ulrich Martini unter Geiern: Mit den lebensgroßen Nachbildungen der Aasfresser hat der frühere Fachhochschul-Dozent den Eingangsbereich zum Geier-Restaurant an der Großvogelvoliere des Allwetterzoos originell gestaltet.
Nachrichten-Ticker