Gemeinsame Nutzung des Pumpenhauses in Aussicht
Pfadfinder und „Naju“ nähern sich an

Ahlen -

Der Streit um die Nutzung des ehemaligen Pumpenhauses im Stadtwald Langst scheint beigelegt. Am Donnerstagabend unterzeichneten David Pannock, Vorsitzender der Naturschutzjugend („Naju“), und Jugendamtsleiter Burkhard Knepper einen Nutzungsvertrag für das städtische Gebäude, der bis Mai 2013 befristet ist. „Nach Ablauf dieser Zeit soll nach Möglichkeit ein gemeinsamer Nutzungsvertrag mit den Pfadfindern unterzeichnet werden“, erklärte Marcel Jakob, Gruppenleiter Jugendförderung. Bislang war eine gemeinsame Nutzung an internen Streitigkeiten gescheitert.

Freitag, 16.11.2012, 09:11 Uhr

Gemeinsame Nutzung des Pumpenhauses in Aussicht : Pfadfinder und „Naju“ nähern sich an
Vertragsfrist fürs Pumpenhaus verlängert: Katharina Helfenbein (Pfadfinder), David Pannock (Naturschutzjugend) und Burkhard Knepper (Jugendamt, vorne v.l.) bei der Unterzeichnung im Beisein von Juliana Nolte, Julia Bohnet, Sören Schuster, Jörg Malcher, Gruppenleiter Marcel Jakob und Thomas Jakob (v.l.). Foto: Christian Wolff

Zur Vorgeschichte: Die Pfadfinder sind seit langem auf der Suche nach einem eigenen Domizil für sich und ihre Jugendarbeit. Das Pumpenhaus bot sich an, doch eine erste Kooperation der „Pfadis“ als Untermieter im Jahr 2011 scheiterte unter anderem an Kostenfragen. Pannock : „Wir zahlen keine Miete an die Stadt, aber sämtliche Nebenkosten von Müll bis Heizung müssen getragen werden.“ Darüber hinaus seien durch seinen Verein in den vergangenen fast 20 Jahren über 200 000 Euro in das Haus investiert worden. Im Sommer dieses Jahres entbrannte schließlich ein öffentlicher Streit, weil die Stadt der „Naju“ den seit 1993 bestehenden Nutzungsvertrag zugunsten der Pfadfinder kündigen wollte. „Ob dieser Schritt richtig oder falsch war, sei dahingestellt – da hat jeder eine andere Sicht“, sagte Burkhard Knepper . „Wichtig ist, dass durch diesen Schritt etwas in Bewegung gekommen ist.“ Mit Bewegung meint der Jugendamts-Chef: Ein Mediator aus Münster , Jörg Hohelüchter-Menge, nahm sich der Problematik an, um mit beiden Vereinen eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten zu erarbeiten. „Es gab inzwischen zwei Treffen“, so Katharina Helfenbein von den Pfadfindern. Inzwischen seien die Diskrepanzen deutlich abgeschwächt, man verstehe sich auf Vorstandsebene sogar sehr gut. Das ist auch das Ziel der Verwaltung. In den kommenden Monaten sollen sich alle Beteiligten so weit annähern, dass einem gemeinsamen Nutzungsvertrag nichts mehr im Wege steht. Dieser soll im Mai 2013 – nach Ablauf des jetzt noch einmal verlängerten Vertrags – in Kraft treten. Marcel Jakob warb bei der Unterzeichnung noch einmal dafür: „In beiden genießt die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert.“ Daraus ließe sich doch viel mehr für das Haus erreichen, als es ein Verein alleine je schaffen könnte – auch in Sachen Fördermittel.

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