St.-Martins-Umzug in Vorhelm
Das Teilen ist mehr Gewinn als Verlust

Vorhelm -

Nicht abreißen wollte die lange Schlange beim Vorhelmer St. Martinsumzug am frühen Sonntagabend. „So viele Besucher hatten wir in den letzten Jahren nicht“, freute sich Willi Bücker, Vize-Vorsitzender des Heimatvereins, angesichts des Andrangs.

Montag, 12.11.2012, 19:11 Uhr

St.-Martins-Umzug in Vorhelm : Das Teilen ist mehr Gewinn als Verlust
Mit mehr als 500 Teilnehmern war der Vorhelmer St.-Martins-Umzug so gut besucht wie lange nicht. Die Organisatoren hatten Sorge, ob der Brezelvorrat reicht. Foto: Reinhard Baldauf

Nach der Begrüßung durch Pastor Ludger Schlotmann in der St.-Pankratius-Kirche setzte sich der Umzug, begleitet von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr mit Fackeln, in Richtung Dorfplatz in Bewegung. Angeführt wurde das Ganze traditionell von St. Martin hoch zu Ross und dem Bettler zu Fuß. Der Zug, in dem viele Kinder Fackeln oder Laternen in den Händen hielten, führte durch Teile des Hellbachdorfs und schließlich zum „Loh“ zurück. Hier hatte die Freiwillige Feuerwehr für eine stimmungsvolle Ausleuchtung gesorgt und den Rasenplatz abgesperrt, auf dem die Szene von der Mantelteilung stattfand. Pastoralreferent Stefan Bagert erzählte dazu die Legende vom römischen Ritter, der später Bischof von Tours wurde. Nachdem der römische Hauptmann seinen Mantel mit dem frierenden Bettler geteilt haben soll, sei ihm nach der Überlieferung im Schlaf Jesus erschienen und habe gesagt: „Wenn ich etwas teile, verliere ich nichts, sondern ich gewinne etwas.“ Diese Erkenntnis gelte bis heute. Kim Heuser, die St. Martin darstellte, und ihre Freundin Laura Steinkamp, die den Bettler mimte, dankte Pastoralreferent Stefan Bagert besonders. Das Jugendblasorchester des Musikvereins unter der Leitung von Kirsten Große Beikel-Krimphove spielte die bekannten Martinslieder. Im Anschluss verteilte der Heimatverein erneut Brezel an die Kinder. „Rund 500 Exemplare hatten wir geordert“, berichtete Willi Bücker der „AZ“. Sie alle seien „weggegangen wie warme Semmeln“. Angesichts der großen Anzahl von Teilnehmern in diesem Jahr machte sich Werner Wienker von Heimatverein zunächst Sorgen: „Hoffentlich reichen die Brezel . . .“ Sie reichten – so gerade. Sicherheitshalber gab‘s noch ein weiteres Angebot: Auf dem Dorfplatz stand eine Gulaschkanone. Zum gemütlichen Abschluss gab es hier Kinderpunsch und Glühwein. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.ahlener-zeitung.de

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