Fachtag Qualitätssicherung in ambulanter Erziehungshilfe
Hohe Anforderungen an Eltern und Kinder

Ahlen -

Es steht im Bundeskinderschutzgesetz von 2011: Die Qualität der Kinder- und Jugendhilfe soll durch die öffentlichen Träger kontinuierlich weiterentwickelt und gesichert werden. Diese Maßgabe hat man sich in Ahlen besonders zu Herzen genommen.

Dienstag, 04.12.2012, 20:12 Uhr

Fachtag Qualitätssicherung in ambulanter Erziehungshilfe : Hohe Anforderungen an Eltern und Kinder
Die „Quali-Gruppe“ stellte sich den Teilnehmern des Fachtags vor. Foto: Sabine Tegeler

Es steht im Bundeskinderschutzgesetz von 2011: Die Qualität der Kinder- und Jugendhilfe soll durch die öffentlichen Träger kontinuierlich weiterentwickelt und gesichert werden. Diese Maßgabe hat man sich in Ahlen besonders zu Herzen genommen und dabei einen Schwerpunkt auf die ambulanten Erziehungshilfen gelegt. In einem über einjährigen Prozess entwickelte das Jugendamt gemeinsam mit Vertretern von sieben freien Trägern und mit Unterstützung des LWL-Landesjugendamts eine „Qualitätsvereinbarung Ambulante Erziehungshilfen“, die am Dienstag Gegenstand eines Fachtags im Rathaus war. Rund 100 Fachleute kamen, um sich darüber zu informieren.

In seiner Begrüßung machte Bürgermeister und Sozialdezernent Benedikt Ruhmöller deutlich, warum dieses Thema nicht oft genug in den Fokus gerückt werden kann: „Was soll Familie heute nicht alles leisten?“, fragte er im Hinblick auf die gestiegenen Anforderungen: „Sie soll den Bildungsnotstand und den Fachkräftemangel beheben und ansonsten zu Wohlstand und Vergnügen beitragen.“ Gleichzeitig würden Familien aber bedrückt von wirtschaftlichen Belastungen, von einer Medienflut und einer Flut an Suchtmitteln. „Und jetzt sitzen Sie hier“, wendete er sich an die Teilnehmer, „und sollen helfen.“

Es sei schon richtig, dass für Kinder- und Jugendhilfe mehr Mittel und mehr Personal gefordert werde. Aber die öffentlichen Träger seien auch gefordert, sich gegenseitig fit zu machen, sich immer aufs Neue zu qualifizieren, zusammenzuarbeiten und gemeinsam die Qualitätsanforderungen zu vereinbaren – so wie es hier nun geschehen sei.

Die freien Träger – Caritas , Diakonie, Awo , Arbeitskreis Jugendhilfe, Pari-Sozial, SkF und der LWL – entsandten Mitarbeiter, die in einer sogenannten „Quali-Gruppe“ gemeinsam mit dem Jugendamt diese Qualitätsstandards erarbeiteten.

Die im Jugendamt zuständige Gruppenleiterin Ute Gallasch-Meyer gab zunächst einen Überblick über die Entwicklung der Erziehungshilfen in Ahlen bis zum heutigen Stand der Zusammenarbeit mit den freien Trägern. Anschließend wurden die inhaltlichen Leitlinien und die Ziele dargestellt.

Die Veranstaltung wurde moderiert von Beate Rote­ring und Dr. Monika Weber vom LWL-Landesjugendamt.

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