Mehr Sicherheit
Neuanlauf für Radweg Walstedder Straße

Walstedde -

Die Pläne werden konkreter: Von Ahlen soll entlang der L 671 bis zum Abzweig nach Walstedde ein Radweg gebaut werden.

Donnerstag, 17.01.2013, 00:01 Uhr

Rechts ist Platz. Da soll der Radweg Ahlen mit Walstedde verbinden.
Rechts ist Platz. Da soll der Radweg Ahlen mit Walstedde verbinden. Foto: Jörg Pastoor

Elf. So viele Grundstücke sind es, die der Verein „ Radweg Walstedder Straße “ zusammenbekommen muss, um endlich die lange erhoffte Entlastungstrasse neben die Landesstraße 671 von Ahlen nach Walstedde bauen zu können. Aber die stellvertretende Vorsitzende Sabine Ottenberg ist da inzwischen optimistisch(er), nachdem der Grunderwerb lange ein schwieriges Geschäft gewesen war: „Es geht jetzt weiter – wir sprechen die Anlieger an.“

Die Walstedder Straße zu befahren, ist für Radfahrer nach wie vor eine gefährliche Angelegenheit. Die Straße hat bis hinter der Einmündung Mallinckrodtweg beziehungsweise Oestricher Landwehr keinen richtigen Mehrzweckstreifen. Im Begegnungsverkehr zwischen den Motorisierten führt das beim Überholen von Radlern immer wieder zu brenzligen Situationen.

Ein Ausbau der Straße aus Landesmitteln ist aber nie konkret Thema gewesen. Da selbst der Bau schon konkret untersuchter und in der Linienführung festgelegter Straßen wie die Fortsetzung der Dolberger Westumgehung mangels Geldes ungewiss ist, muss darauf also niemand warten.

„Radweg Walstedder Straße“ hatte sich deshalb vor gut fünf Jahren an die Arbeit gemacht. Ziel: der Bau eines 3,50 Meter breiten Radweges, der die sichere Fahrt bis zum Abzweig nach Walstedde ermöglicht. In der Kalkulation ging der Vorstand damals von Gesamtkosten bei etwa 430 000 Euro aus. Fürs Material wären das gute 260 000 Euro, vom Land erhofft man sich 150 000 Euro Zuschuss, vom Kreis etwa 37 000 Euro. Wobei die Situation dadurch nicht leichter wird, dass das Landes-Finanzministerium aktuell eine Streichliste führt, bei der auch die Zuwendungen für den Radwegausbau zusammengekürzt werden sollen.

Dennoch ist Sabine Ottenberg zuversichtlich. In die für den Grundstückserwerb nötigen Gespräche sei Bewegung gekommen. „Wir müssen da jetzt mit allen sprechen.“ Danach könne man seitens der Stadt Ahlen ein Schreiben erwägen, in dem das Projekt nochmals vorgestellt werde – eher habe das keinen Sinn.

Den Weg plant der Verein auf der in Richtung Walstedde linken, also südlichen Seite der Straße. Dort ist die Zahl der Einmündungen und Grundstückszufahrten kleiner, außerdem gibt es dort keine nah an die Straße gebauten Häuser.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW wartet auf einen aktuellen Sachstand, wie es auch Anfrage vom Sachbearbeiter hieß: „Wir wären nur der Zuschussgeber.“

»Es geht jetzt weiter – wir sprechen die Anlieger an.«

Sabine Ottenberg
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