Stellungnahme des Bundesverteidigungsministeriums
Die schwebenden Drohnen über Ahlen werden unbewaffnet sein

Ahlen / Berlin -

Sanitäter gehen, Aufklärer kommen. Mit ihnen ziehen auch Drohnen in die Ahlener Westfalenkaserne. Auf Sorgen und Fragen der Linkspartei hat jetzt das Bundesverteidigungsministerium reagiert.

Freitag, 04.01.2013, 10:01 Uhr

Eine Drohne der Modellreihe Luna.
Eine Drohne der Modellreihe Luna. Foto: Mächler

Keine Sorge vor unbemannten Luftfahrzeugen, die auf ihren Übungsflügen über Ahlen schweben, Privatsphären ausschnüffeln – und schlimmstenfalls auch noch im Stadtgebiet abstürzen. Das Bundesverteidigungsministerium gibt in einem gerade eingegangenen Schreiben Entwarnung auf die Fragen der Linkspartei an den Stadtrat.

Ja, sie kommen, wie Berlin bestätigt: Drohnen vom Typ KZO (Kleinfluggerät Zielortung), Luna (Luftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung) und Aladin (Abbildende luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich). Die, so das Ministerium, gehörten eben zur Ausstattung des neu aufzustellenden Aufklärungsbataillons 7.

„Wie kann gegebenenfalls eine Einschränkung des für den Einsatz von Drohnen zur Verfügung stehenden Luftraums sichergestellt werden, um die Ahlener Bürgerinnen und Bürger vor abstürzenden Fluggeräten oder vor Eingriffen in ihre Privatsphäre zu schützen?“ lautete eine der zentralen Fragen der Links-Fraktion. Antwort aus Berlin: „Diese Problematik kann aufgrund der bestehenden Flugbetriebsregelungen grundsätzlich nicht auftreten.“ Der Beobachtungsraum werde durch die vor einem Flug zwingende Befehlsgebung grundsätzlich auf militärisches Gebiet beschränkt. Und: „Eingriffe in Privatsphären von Anwohnern sind somit ausgeschlossen.“ Ebenso unbegründet auch die Sorge vor bewaffneten Drohnensystemen. Die in Ahlen stationierten Flugobjekte seien allesamt unbewaffnet.

Mit Blick auf die einzurichtende Rekrutenkompanie lässt das Ministerium noch wissen, dass Rekruten keine Ausbildung an diesen Systemen erhalten, wohl aber Soldaten des Aufklärungsbataillons 7. Weiter äußert sich das Ministerium zu Einsatzzwecken, Reichweiten, Lande- und Startvorrichtungen sowie Lärmaufkommen. Modell Luna bringe es in einem 25-Meter-Abstand etwa auf 65 Dezibel. Bei einem Überflug in 1500 Metern Höhe sei sie nach militärischem Standard nicht mehr hörbar.

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