Nicole Wittkemper stellt Jahresbericht vor
Zeche steht fast komplett unter Denkmalschutz

Ahlen -

Das Gelände der Zeche Westfalen steht inzwischen fast komplett unter Denkmalschutz. Erneut gab es im Vorjahr Unterschutzstellungsverfahren, wie die Leiterin der Unteren Denkmalbehörde, Nicole Wittkemper, im Schul- und Kulturausschuss am Dienstagnachmittag erläutert hat.

Mittwoch, 13.03.2013, 22:03 Uhr

Zufrieden ist der Schul- und Kulturausschuss mit der Arbeit der Unteren Denkmalbehörde . Gemeinsam stellten Nicole Wittkemper und Thomas Kampmann den Kulturpolitikern am Dienstag ihren Bericht für das Jahr 2012 vor. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildete die Unterschutzstellung weiterer Gebäude auf der Schachtanlage I /II, die bis auf Pförtnergebäude und den Lokschuppen jetzt abgeschlossen ist.

Wittkemper führte dazu aus, dass die Eintragung in der Regel bei einem Wechsel der Eigentümer erfolge. Im vergangenen Jahr waren das Kesselhaus (1911/ 1913), der Grubenlüfter (1911), die Maschinenzen­trale (1911) mit den Fördermaschinenhäusern zu Schacht I und II (1912 / 1913), die beiden Fördergerüste (1912)sowie die dazugehörige Friktionswinde in die Denkmalliste eingetragen worden. Unterschätzt worden sei der architektonische Wert des Versandgebäudes (1930), das ebenfalls Eingang in die Denkmalliste gefunden habe. Von den fünf Hauptgebäuden hätten bis auf einen Teil der Maschinenzentrale alle Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

Daneben beschäftigte sich die Untere Denkmalbehörde mit verschiedenen Objekten wie einem Wohnhaus in der Spilbrinkstraße 4, das denkmalwert sei. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss bezeichnete Nicole Wittkemper die Zusammenarbeit mit den Eigentümern als gut, wobei diese zunächst oft skeptisch seien. De r Eintragung eines Gebäudes in die Denkmallliste geht eine schriftliche Anhörung voraus. In dem Anhörungs- und Beratungsprozess ließen sich die meisten Hauseigentümer davon überzeugen, dass die Unterschutzstellung auch vorteilhaft sei. „Viele sind anschließend stolz auf ihr renoviertes Haus“, führte Wittkemper aus. In Kontakt mit dem Ei­gentümer steht die Denkmalbehörde auch beim Haus Holtermann am Marktplatz.

Als gut bezeichnete Wittkemper die Zusammenarbeit mit dem 2011 installierten Gestaltungsbeirat, der im vergangenen Jahr dreimal getagt habe. Vor allem bei dem Wohnbauprojekt in der historisch geprägten Rosenstraße habe sich die Zusammenarbeit bewährt. Mit der zum 29. Mai 2012 in Kraft getretenen Gestaltungssatzung für die Innenstadt sei es gelungen, die Hauseigentümer für die Gestaltung ihrer Fassaden zu sensibilisieren. Als wichtige Hilfestellung habe sich das parallel dazu erarbeitete Handbuch erwiesen.

Als herausragendes Bodendenkmal bezeichnete Nicole Wittkemper die Fundstelle in Dolberg , wo man Reste der 5000 Jahre alten „Michelsberger Kultur“ gefunden hat.

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