Arbeitssicherheit
Der Fuß als Hauptwerkzeug

Ahlen -

Da staunt der Praktiker: Wenn man von einer Stufe springt, liegt in der Spitze bis zum Dreifachen des Körpergewichts auf dem Sprunggelenk. Das erfuhren Zusteller der Post bei einem Gesundheitscheck an der Südbrede.

Mittwoch, 24.04.2013, 11:04 Uhr

Und hopp! Andreas Fröchte (l.) springt. Arbeitssicherheitsfachmann Ulrich Holtmann guckt zu. Die Messplatte stellt die Wucht der Landung fest. Faktor: bis zum dreifachen Gewicht.
Und hopp! Andreas Fröchte (l.) springt. Arbeitssicherheitsfachmann Ulrich Holtmann guckt zu. Die Messplatte stellt die Wucht der Landung fest. Faktor: bis zum dreifachen Gewicht. Foto: Jörg Pastoor

„85“, sagt Ulrich Holtmann . „Und jetzt springen Sie mal einfach runter.“ Nach dem kleinen Hüpfer aus 22 Zentimetern schaut Andreas Fröchte erstaunt. Aus seinem Dienstgewicht von 85 sind in der Spitze 229 Kilo geworden. Der Zusteller der Deutschen Post hätte nicht gedacht, was ein Hüpfer von der letzten Stufe in sich hat.

Deshalb sind Arbeitssicherheitsfachmann Holtmann, Kirsten Plate vom Gesundheitsmanagement der Dortmunder Post-Niederlassung und andere Experten am Dienstag nach Arbeitsschluss ja an die Südbrede gekommen. Die Post hat ein Interesse an gesunden Zustellern, die wiederum eins an der eigenen Gesundheit. „Es sind alle Kollegen hergekommen. Und bei den Feedback-Bögen hat es bis jetzt keine einzige negative Äußerung gegeben“, sagt Plate. Die Infoveranstaltung kommt also an, die Kollegen nehmen Ratschläge für bewussteres Gehen mit nach Hause, wissen, was „falsches“ Springen auf Dauer etwa mit den Sprunggelenken anrichtet. „Das bedeutet natürlich schon einigen Verschleiß“, sagt Ulrich Holtmann.

Und was sagt der Austräger? „Ich hatt‘ in 30 Jahren bisher nichts Derartiges“, so Andreas Fröchte – wobei „Derartiges“ Bänderdehnungen oder -risse, verdrehte Knie oder auch mal ein Bruch sind. „Hundebisse waren schon einige dabei . . .“ Am schlimmsten findet Fröchte persönlich aber die kleinen Fehltritte: „Ein Stolperer über eine flache Kante geht direkt ins Kreuz.“

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