Andreas Feldmann will Inklusion vorantreiben
Kinder imponieren ihm

Ahlen -

So bereitet er sich auf sein Berufsleben vor: Andreas Feldmann absolviert zurzeit ein Praktikum in der Kita „Arche Noah“. Denn der große heilpädagogische Bereich dort bietet dem zukünftigen Sonderpädagogen gute Einblicke.

Donnerstag, 23.05.2013, 16:05 Uhr

Wie wasche ich mich richtig? Dabei ist auch die Hilfestellung von Praktikant Andreas Feldmann gefragt.
Wie wasche ich mich richtig? Dabei ist auch die Hilfestellung von Praktikant Andreas Feldmann gefragt. Foto: Ralf Steinhorst

Das Praktikum in der Kita „Arche Noah“ zu seinem Studienlehrgang „Integrierte Sonderpädagogik“ an der Universität Bielefeld hat der Ahlener Andreas Feldmann mit Bedacht ausgesucht. Denn dort bekommt er besonders gute Einblicke in den heilpädagogischen Bereich, der bei der Inklusion von förderbedürftigen Kindern eine große Rolle spielt.

Andreas Feldmann absolviert sein zehntes und letztes Semester im Studiengang „Integrierte Sonderpädagogik“. Den gibt es nur zweimal in Deutschland , nach dem Abschluss wird er als Sonderpädagoge sowohl an einer Regel- als auch an der Förderschule unterrichten können. Für Andreas Feldmann ist dabei wichtig, dass der Studiengang einen inklusiven Schwerpunkt hat.

Ein Praktikum in einer Kindertagesstätte ist Pflicht und bis Juni absolviert der Student 50 Stunden in der „Arche Noah“. „Für mich ist der Grundgedanke ,Eine Schule für alle‘ wichtig“, will Andreas Feldmann Inklusion als Lehrer beruflich leben. Als Fächer studiert er Deutsch, Englisch und Mathe.

In der „Arche Noah“ heißt es für ihn, auch mit anzupacken. Ob Essensbegleitung, Spielunterstützung oder die Begleitung bei der Förderung der Kinder durch Fachkräfte, die auch extern dazu stoßen – Andreas Feldmann sammelt reichlich Erfahrungen im praktischen Bereich.

Besonders interessiert ihn aber auch, wie die Kooperationen der „Arche Noah“ mit anderen Institutionen, darunter auch Fachhochschulen und Universitäten, funktioniert. Denn auch durch Erfahrungsaustausch entwickelt sich die „Arche Noah“ immer weiter. Was im Kleinen bei der Zusammenarbeit mit den Praktikanten aus Studiengängen unterschiedlicher Art ebenfalls funktioniert. „Es ist wichtig, dass praktisches Handeln und die Theorie sich gegenseitig beeinflussen“, wünscht sich Einrichtungsleiterin Susanne Jonas.

Bei der Auswahl der Praktikumsstelle war für Andreas Feldmann der heilpädagogische Bereich besonders wichtig. „Der ist hier besonders groß ausgebaut“, betont er. Denn die heilpädagogische Gewichtung helfe den Kindern, ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht zu werden. Was ihm imponiert? Es gibt keine Hemmnisse zwischen Kindern mit und ohne Förderbedarf. „Kinder denken nicht darüber nach“, hat er begeistert festgestellt.

»Es ist wichtig, dass praktisches Handeln und die Theorie sich gegenseitig beeinflussen.«

Susanne Jonas
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