FC Tönnishäuschen: Hubertus Beier verlässt Vorstand
Abschied nach 26 Jahren

Tönnishäuschen -

Nach 26 Jahren Vorstandsarbeit und 17 Jahren auf dem Spitzenposten des 1. FC Tönnishäuschen hat sich Hubertus Beier am Freitagabend von seinen Sportkameraden verabschiedet. Zum neuen Vorsitzenden wurde Andreas Scheffer gewählt, der bereits seit einigen Jahren die Geschäftsführung des 1987 gegründeten Clubs innehat.

Montag, 06.05.2013, 12:05 Uhr

Hubertus Beier erhielt von seinem Nachfolger Andreas Scheffer (l.) zum Abschied einen Weinkorb. Beier hatte das Amt des Vorsitzenden einst von Ralf Budt (kl. Bild) übernommen.
Hubertus Beier erhielt von seinem Nachfolger Andreas Scheffer (l.) zum Abschied einen Weinkorb. Beier hatte das Amt des Vorsitzenden einst von Ralf Budt (kl. Bild) übernommen. Foto: Christian Wolff

Mit etwas Wehmut, aber der Gewissheit einer erfolgreichen Bilanz von 26 Jahren Vorstandsarbeit , hat sich Hubertus Beier am Freitagabend aus der ersten Reihe des 1. FC Tönnishäuschen verabschiedet. „Das ist schon ein komisches Gefühl“, gab er bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim „Alte Schule“ ehrlich zu. „Aber ich habe in den vielen Jahren nie mit Rücktritt gedroht und mir diesen Schritt nun gut überlegt und den verbleibenden Vorstand rechtzeitig darauf vorbereitet“, sagte Beier. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig der bisherige Vize-Chef Andreas Scheffer gewählt.

Hubertus Beier gilt als „Mann der ersten Stunde“ im FCT. Im Jahr 1987, als die Neugründung eines Sportvereins in Ahlens kleinstem Ortsteil noch von vielen belächelt wurde, zog er mit seinen Sportkameraden an einem Strang. Es wurden zahlreiche Turniere gewonnen, eine Jugendmannschaft aufgebaut und schließlich wurde der FC zum eingetragenen Verein. Als Höhepunkt in der von ihm maßgeblich mitgestalteten Vereinsgeschichte bezeichnete Hubertus Beier den Bau des eigenen Sportgeländes „Zur Angel“ im Jahr 1995. Zugleich zog der Sportverein, der bis dato provisorisch ein Clubheim in einem alten Bauwagen betrieben hatte, offiziell in die „Alte Schule“ ein. Neben einem Clubraum wurden in den ehemaligen Schultoiletten neue Dusch- und Umkleideräume eingerichtet. „Wenn ich mir heute die Bäume ansehe, die wir damals am Platz gepflanzt haben, muss ich sagen: Wir sind alle älter geworden“, so der scheidende FC-Vorsitzende.

„Ich trete in große Fußstapfen“, bekannte Andreas Scheffer, den die Mitglieder einmütig auf den Vorstandsposten hoben, denn nach dem unglaublichen Aufwärtstrend, den der FC Tönnishäuschen in seinen ersten zwei Jahrzehnten erlebte, ist nun Verschlankung angesagt. Da keine erste Mannschaft mehr im Ligabetrieb aktiv ist, haben die Verantwortlichen mehrere Mitgliedschaften – unter anderem im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) – aufgegeben, um Kosten zu sparen. Zugleich erlischt aber auch die Sportförderung durch die Stadt Ahlen. Beier: „Wir mussten einfach die Reißleine ziehen. Die Teilnahme an den Staffeltagen war Pflicht, obwohl wir da völlig fehl am Platze waren. Wenn wir nicht kamen, waren Strafgelder fällig.“

Der eigene Fußballplatz bleibt aber nicht ungenutzt, denn noch immer ist ein „Perspektivteam“ am Ball, ebenso trainieren künftig einige Vorhelmer Mannschaften in der Kapellengemeinde, da bei „Westfalia“ eine Sanierung ansteht.

Die übrigen Spitzenämter bekleiden nun Jens Schmülling (2. Vorsitzender), An­drea Wördemann (Kassiererin), Ulrich Hanskötter und Frank Scherlitz (Beisitzer). Der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit wurde abgeschafft. Als Kassenprüfer wurden Gitte Lüring und Ralf Miloczeweski gewählt.

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