72-Stunden-Aktion: Pfadfinder verschönern das Pumpenhaus
Reger Schubkarrenverkehr

Ahlen -

Besen schwingen, putzen, Tapeten kleben, Blumen pflanzen: Die Pfadfinder haben im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des BDKJ am Wochenende ganz viel Arbeit geleistet. Und das erste Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Sonntag, 16.06.2013, 16:06 Uhr

Das Unkraut ist bereits aus dem Vorgarten verschwunden, an der Grundstücksmauer lehnen gammelige Holzteile und es herrscht ein dauernder Schubkarrenverkehr . Am Pumpenhaus nahe der Langst spucken die Pfadfinder in die Hände und bringen das der Stadt gehörende Gebäude wieder in Schuss.

„Wir haben schon einiges fertig, aber es wird wohl kaum in den 72 Stunden alles fertigzustellen sein“, sagt Stammesleiterin Vera Geisler vor dem grauen Haus.

Schließlich haben die St.-Georgs-Jünger große Pläne. So soll eine behindertengerechte Toilette entstehen. „Dazu müssen allerdings die notwendigen Ausrüstungsteile erst organisiert werden“, hebt Vera Geisler hervor.

Verbesserungen am und im Haus können nur mit Hilfe von außen geschehen: „Es ist einfach toll zu erleben, wie viel Unterstützung wir von allen Seiten erfahren: Eltern, Unternehmen und Privatleute kommen und bringen uns Material“, freut sich Vera Geisler.

So hat sich ihr eigener Vater als „Riss-Spezialist“ entpuppt. Dietmar Geisler mischt unentwegt Mörtel an, um die zahllosen Setzrisse zu füllen. „Dazu hat uns vorher noch ein Statiker über die Schulter gesehen“, erklärt der fleißige Helfer.

72-Stunden-Aktion: Pfadfinder renovieren das Pumpenhaus

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    Foto: Peter Schniederjürgen
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Derweil ist auch ein völlig verstopftes Fallrohr wieder klar. „Das war ganz und gar nicht angenehm“, rümpft der 12-jährige Georg die Nase. Nicht angenehm, aber dringend nötig.

Ein weiteres langfristiges Vorhaben ist der Ausbau eines weiteren Raums im Obergeschoss. Hier sorgt Tobias Bodewig erst einmal für Ordnung. Überall im Haus werden Besen und Feudel geschwungen. Vera Geisler und ihre Leiterkollegen haben alle Hände voll zu tun, die Motivation der Pfadfinder und Freunde in produktive Bahnen zu lenken. „Leider sind die Fenster ohne Schlüssel nicht zu öffnen“, bedauert Willi Stroband. Der Pfarrer und Pfadfinder telefoniert stundenlang hinter den Schlüsseln her. „Leider ohne Erfolg“, zuckt er mit den Schultern. Doch das löst unter den Aktiven keine Krisenstimmung aus. Wenn nicht im großen Raum übernachtet werden kann, dann eben in den kleineren Räumen nebenan, da kann man lüften.

Viele Hände sind aktiv, der Fortschritt unübersehbar. So ist im Vorgarten aus den wuchernden Brennnesseln die Kräuterspirale der Mietgenossen wieder aufgetaucht. „Wir legen jetzt noch ein Blumenbeet an, das gibt dann einen freundlicheren Eindruck“, sagt Vera Geisler.

Wenn dann die Interimsküche durch eine endgültige Kücheninstallation abgelöst ist, wird das Haus sehr gewonnen haben. Doch die Wunschliste ist noch lang, darauf steht auch eine neue Heizung, um den Winterbetrieb des Hauses finanzierbar und energetisch vertretbar zu gestalten. Das habe zunächst aber noch Zeit.

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