Verbraucherzentrale warnt
Vorsicht vor hinterhältigen Trojanern

Ahlen -

Die Anrufer häufen sich. Mit Hinweisen auf Trojanern auf dem Rechner. Ahlens Verbraucherberatung reagiert.

Samstag, 15.06.2013, 05:06 Uhr

Zur Zeit gehen bei der Verbraucherzentrale vermehrt Hinweise auf Trojaner beim Empfang von E-Mails ein. Anne Schulze Wintzler, Leiterin der Ahlener Verbraucherberatung , gibt Tipps, um eine „Verseuchung“ des eigenen Computers zu verhindern.

„Seit letzter Woche haben wir wieder eine Welle von sieben bis acht Anrufen pro Tag zu dem Thema“, sah Anne Schulze Wintzler eine Häufung der im Umlauf befindlichen Trojaner, die zudem sehr hinterhältig seien. So bekommen die Verbraucher von vermeintlich großen und bekannten Anbietern oder Rechtsanwaltskanzleien E-Mails, in denen sich im Anhang Rechnungen, Mahnungen oder Zahlungsaufforderungen in der Regel über mehrere hundert Euro befinden sollen. „Die Unternehmen haben aber mit den Absendern gar nichts zu tun“, warnt die Verbraucherschützerin.

Nicht gleich in Panik verfallen

Die Verbraucher werden im Anschreiben aufgefordert, eine Datei zu öffnen, um Informationen zu den Zahlungsaufforderungen zu erhalten. Doch diese lassen sich in der Regel nicht öffnen. Der Grund: Es sind so genannte ZIP-Dateien, also komprimierte Dateien, die beim Öffnen ein Schadprogramm auf den PC übertragen. Diese öffnen sich im Hintergrund, ohne dass es der Verbraucher zunächst bemerken muss. Trotzdem können diese Trojaner einen erheblichen Schaden anrichten. Sie können Daten ausspähen, Rechner fremd steuern oder auch E-Mails auf eigenen Namen fremd versenden. Daher empfiehlt Schulze Wintzler beim Erhalt einer solchen E-Mail, nicht in Panik zu verfallen, dass eine Rechnung bezahlt werden solle, deren Ware man gar nicht bestellt habe. Gleiches gelte bei Zahlungsaufforderung nicht erhaltener Rechnungen. Die ZIP-Dateien sind deutlich mit der Endung „.zip“ gekennzeichnet. Anhänge, die man nicht kennt, sollten keinesfalls geöffnet werden, sondern die komplette E-Mail gelöscht werden. „Seriöse Anwaltskanzleien verschicken Zahlungsaufforderungen in der Regel per Post“, gibt Anne Schulze Wintzler einen weiteren Hinweis. Aus diesem Anlass empfiehlt sie regelmäßige Datensicherungen durchzuführen.

Wer einen Hinweis auf einen Trojaner hat, kann diesen an das Phishing-Radar der Verbraucherberatungphishing@vz-nrw.desenden. Aktuelle Hinweise zu Trojanern und Viren hält das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie aufwww.buerger-cert.debereit.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1718685?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F1786291%2F1820048%2F
Eiersuche mit Picknick
Insgesamt 11 000 bunte Ostereier haben Kinderherzen am Montag im Schlossgarten höhe schlagen lassen.
Nachrichten-Ticker