Jahresfest der Südenschützen
Kultur der Schützen weiter erhalten

Ahlen -

Rauchverbot, Neuverordnungen beim Vogel- und Plakettenschießen. Stichworte, die auch beim Fest der Südenschützen einen Beigeschmack hinterließen. Dennoch wurde fröhlich gefeiert.

Sonntag, 25.08.2013, 14:08 Uhr

Frisch gezapftes Bier wartete auf dem Marktplatz schon auf die Südenschützen , als sie am Samstagnachmittag zu ihrem glanzvollen Festumzug antraten. Grund der Runde war der Geburtstag des Schützenkaisers. Somit verlieh Norbert Gosda dem Festmarsch, der zugleich Höhepunkt und Abschluss seines Regentschaftsjahres war, noch eine ganz persönliche Note. Nach diesem kleinen Umtrunk schritten die Aktiven zur feierlichen Kranzniederlegung am Ehrenmal. Hier nahm der Umzug zum Festplatz am Henry-Dunant-Weg seinen Anfang.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten zum Fest der Südenschützen bereits am Freitagabend mit einer ausgelassenen „Ladies Night“. Daher gehörte der Aufmarsch auf dem Marktplatz bereits zum zweiten Tag des dreitägigen Festaktes.

Die Kranzniederlegung zum Gedenken an die Verstorbenen erfolgte nach dem Abschreiten der Front durch den Vorsitzenden des Bürgerschützenvereins Süden, Andreas Kirst , und den noch amtierenden Schützenkaiser Norbert Gosda.

In seiner vorherigen Ansprache ging der Vorsitzende Andreas Kirst auf das Schützenjahr ein, das durch viele Verbote geprägt gewesen sei. „Nicht nur das Rauchen hat man verboten, auch das Vogel- und Plakettenschießen unterlag vielen Neuerungen, die mit Verboten zusammenhängen“, so Kirst über die Veränderungen, mit denen sich die Südenschützen bei der Ausrichtung ihres Fests nun auseinandersetzen mussten. „Da bleibt ja fast nur noch ein Alkoholverbot, Überlegungen zur Einführung eines Veggie-Days stehen ja auch schon zur Debatte“, führte der Vorsitzende in seiner politisch angehauchten Rede fort.

„Trotz dieser Einschränkungen im Alltag gehören wir aber noch zu den Glücklichen der Welt“, resümierte Andreas Kirst, der seine Schützenbrüder zugleich dazu aufrief, „achtsam“ zu bleiben. „Ganz im Sinne unserer Vorgänger im Mittelalter geht es nämlich darum, über Ordnung und Recht zu wachen, damit die Kultur der Schützen weiter erhalten bleibt“, so sein abschließender Ausblick.

Mit einem Marsch durch die Innenstadt führte der Festumzug die Throngesellschaft dann zum Festplatz, wo die Avantgarde ein Königsschießen initiierte. Beim Schießwettbewerb der Kinder holte Fabian Kirst erneut den Titel und wurde somit zum Jungschützenkaiser. Ein besonderes Highlight waren am Nachmittag Hubschrauber-Rundflüge. Ein weiteres markierte während des Festballs am späten Abend das Höhenfeuerwerk.

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