Die Invasion hat begonnen
Die Mammuts sind da

Ahlen -

Die Invasion der Mammuts hat begonnen. In Folien verpackt kehrten die Eiszeit-Veteranen am Donnerstag zurück in die Mammutstadt Ahlen, um sich als Stadtmaskottchen zu empfehlen.

Donnerstag, 10.10.2013, 22:10 Uhr

Wenn gestandenen Männern ein „Wie süß!“ über die Lippen rutscht, muss was dran sein an Ahlens neuem Maskottchen. Doch es soll am Donnerstagvormittag nur Minuten dauern, bis Verpackungen und Emotionen klaren Blicken und kernigen Kommentaren weichen. Einen „dicken Hintern“ habe es. Und „einen fetten Bauch“. Männer sind plötzlich wieder Männer. Und die Mammuts zurück in Ahlen. Willkommen daheim!

Die ersten Mammuts sind da.

Knut Schneider

Schwer vorstellbar, dass Mammut-Manager Knut Schneider die Nacht gut geschlafen hat. Sein „Baby“ ist unterwegs. Unruhig läuft er am Morgen auf und ab, befeuert im „Facebook“-Forum einen Countdown, bis kurz vor Elf die Eilmeldung das Gelände von Dachbaustoffe Heitkamm am Vatheuershof verlässt: „Die ersten Mammuts sind da.“

Woher sie kommen, will Lieferant Manfred Schepp nicht verraten. Ein Blick auf die Nummernschilder des Schwerlasters deuten auf eine lange Reise hin. Der rollende Riese ist in Polen gemeldet, hat zehn große und fünf kleine, für Ahlen maßgeschneiderte Mammuts an Bord.

Größer, dicker und dynamischer

Augenblicke nach Ankunft öffnen sich die Hängertüren. Bescherung! Schneider kämpft mit seiner Gefühlswelt. Findet erst zur inneren Ruhe, als die erste Folie durchtrennt ist: „Herrlich“, schallt‘s über den Platz. „Ist es nicht herrlich?“ Ja, genau so habe er es sich vorgestellt. Schöpfer Schepp ruft er erleichtert zu, doch bitte einen ganz dicken Gruß an seine Frau auszurichten. Die hatte das Ahlener Mammut in ihrer Dortmunder Werkstatt nach genauen Vorgaben gestaltet. Ähnlich wie das für die Mammutstädter in Balve, an dem die Ahlener – man spricht nicht gern darüber – Maß genommen hatten. Ihres hier ist aber anders: größer, dicker, dynamischer. Mit leicht gekipptem Kopf, angewinkelter Vorderpfote und prägnanteren Ohren. Eben ein ganz anderes – und doch ein Mammut.

Geschäftsmann Gordon Heitkamm, der sein Gelände als Zwischenlager für die Invasion zur Verfügung stellt, ist auch Schneiders erster sichtbarer Abnehmer. Vor dem Firmenkomplex hat er am Vortag auf grüner Wiese ein Quadrat einpflastern lassen. Doch da muss das Mammut erst mal hin. Rauf auf den Gabelstapler, holpert es im Schneckentempo über den Platz. Vorbei an vielen Bürofenstern, aus denen Angestellte plötzlich fröhlich lächelnd nach draußen blicken. Keine Frage: Das Mammut wirkt.

Das Mammut wirkt

Auf „gedeckter Wiese“ angekommen, packen alle mit zu, um den Koloss auf seinen exponierten Standort zu positionieren. Der, wie Heitkamm fragend in die Runde wirft, wohl etwas zu groß geraten sei. „Quatsch“, entgegnet Schneider ganz Geschäftsmann. Da müsse noch ein Kleines neben. Der Kunde kontert: „Dann mach es.“ Der Auftrag ist raus.

Doch kaum, dass das Mammut steht, ist es aus erster Reihe verschwunden. Noch schneeweiß um seine runden Stoßzähne, wird es in den nächsten Stunden Farbe bekennen und in knalligem Orange zurück auf die Wiese kehren. Ton in Ton mit dem Firmen-Logo. Und in freudiger Erwartung auf den Nachwuchs, der ja nun unterwegs ist . . .

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