Caritas startet neues Projekt
Glühbirnenwechsel mit viel Herz

Ahlen -

Alte alleinstehende Menschen kommen im Alltag oft noch gut selbst klar. Aber was ist, wenn es kleine Reparaturen zu erledigen gibt? Da kann bald die „Anti-Rost-Initiative“ helfen, die am Freitag in Ahlen vorgestellt wurde.

Freitag, 24.01.2014, 18:01 Uhr

Eine immer älter werdende Gesellschaft bringt vielfältige Probleme mit sich. Alleinstehende ältere Personen können sich oft noch gut selbst versorgen, aber wenn es zum Beispiel auf eine Leiter gehen muss, um eine Glühbirne an der Deckenbeleuchtung anzubringen, kann das schwierig werden.

Für solche Fälle hat die Caritas im Dekanat Ahlen jetzt die „Anti-Rost-Initiative“ ins Leben gerufen. Das Projekt, bei dem Senioren anderen Senioren helfen, soll am Samstag, 1. Februar, starten.

Das Konzept einer erweiterten Nachbarschafthilfe wird bereits in vielen Städten praktiziert, wie Sabine Holzkamp von der Caritas und Projektleiter Wolfgang Schröder aus Einen am Freitagmorgen in einem Pressegespräch aufzeigten. „Wir suchen also interessierte Menschen, Hobby-Handwerker und Handwerkerinnen mit Herz und Hand, die bei dieser tollen Idee in Ahlen mitmachen wollen“, erklärte Wolfgang Schröder. Wer Interesse hat, kann am kommenden Samstag um 10.30 Uhr in das Caritas-Haus in der Rottmannstraße 27 kommen, um mehr zu erfahren.

Handwerklich begabte Menschen, die sich ehrenamtlich für ältere Frauen und Männer engagieren wollen – insbesondere für Witwen, aber auch für kranke Seniorinnen und Senioren sowie allein erziehende Mütter und Alleinstehende – sind gefragt. Die Initiative werde auch gebraucht, weil die Anonymität in den Wohngebieten zunehme und das Interesse an Nachbarschaft nachlasse. So soll „Anti-Rost“ Kleinreparaturen im Haushalt übernehmen, die so geringfügig sind, dass man dafür keinen Handwerker rufen muss, die aber doch ein Problem im Alltag darstellen. Wer sich solche Hilfe zutraut und Spaß daran hat, kann sich bei der Caritas (Sabine Holzkamp, Telefon 89 35 35) melden oder am 1. Februar zu dem Treffen kommen.

Die Initiative bringt auch Profi-Thermomelder, Profi-Rauchmelder und Löschdecken an und kümmert sich um die jährliche Wartung. Die Arbeiten seien, so Wolfgang Schröder, mit der IHK abgesprochen und nehmen den Handwerksbetrieben keine Aufträge weg. Daher werden beispielsweise keine Reparaturen durchgeführt, die in Hände von Fachleuten gehören. Für den Einsatz gibt es eine Aufwandsentschädigung von fünf Euro. Vor dem Hintergrund der Altersarmut erklärte Sabine Holzkamp: „Darüber kann man auch noch reden.“

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