Mentz: Es gab Beratung für einen Erhalt
Die Stadtverwaltung kann laut Baurat allerdings keinen Einfluss geltend machen

Ahlen -

Andreas Mentz hat gestanden, dass er weder mit dem absehbaren Abbruch der Villa Herding & Mentrup „glücklich“ sei, noch mit der Art und Weise der Kommunikation. Auch auf die Frage von Norbert Bing, der Dienstag den erkrankten Carl Holtermann als Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses vertrat, wurde Mentz nicht deutlicher – lieferte also niemanden aus der Verwaltung dafür „ans Messer“, dass es jene Pressekonferenz gegeben hatte, bevor irgendein Ausschuss des Rates davon wusste. Worauf die Vertreter mehrerer Fraktionen während der Sitzung ausdrücklich pochten.

Donnerstag, 06.02.2014, 17:02 Uhr

Norbert Bing selbst stellte sich und den Mitgliedern des Ausschusses die Frage, ob denn mit den kurzen Ausführungen von Stadtplaner Mattias Bartmann alles über das Vorhaben der „Gezeitenland“-Geschäftsführung gesagt sei – ganz abgesehen von der Endgültigkeit des Villenabbruchs. Bing wünschte sich auch eine Befassung des Sozialausschusses, worin ihn Barbara Buschkamp ( CDU ) bestärkte.

Zwar warf für die Grünen Petra Pähler-Paul ein, die Pläne des Investors seien während der letzten interfraktionellen Runde sehr wohl angesprochen worden. Doch Rolf Leismann etwa berichtete, seine Bürgerliche Mitte habe erst am Tag der Sitzung, also Dienstag, ein kurzes Schreiben vom Betreiber erhalten.

Die Denkmalwürdigkeit der Villa verneinte Mattias Bartmann unter Bezug auf die Stellungnahme des Landschaftsverbandes. Die Stadt selbst sei schon 2011, lange vor Bekanntwerden der Pläne, mit der Frage der Schutzwürdigkeit auf den LWL zugegangen. Der habe jetzt Nein gesagt. Es gebe keine Einflussmöglichkeit der Stadt, fügte Baurat Andreas Mentz an. (Ausführlicher Bericht folgt.)

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