Förderpreis für Westfälische Landeskunde an Sabine Heise
„Frau der vielen Berufe“

Ahlen / Herne -

Die gebürtige Ahlenerin Sabine Heise erhält den vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe ausgeschriebenen Förderpreis für Westfälische Landeskunde.

Mittwoch, 05.03.2014, 15:03 Uhr

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3100 Euro dotierten Förderpreis für Westfälische Landeskunde 2014 an die gebürtige Ahlenerin Sabine Heise (wie berichtet).

Seit Beendigung ihres Studiums arbeitet die 1964 geborene Heise als freischaffende Historikerin für verschiedene private und kommunale Archive, Vereine und Ordensgemeinschaften. Schwerpunkt ihrer Studien zur Regionalgeschichte ist die Arbeit zu verschiedenen gesellschaftlichen Milieus. Ihre Forschungen zu international tätigen Ordensgemeinschaften ermöglichten ihr einen länderübergreifenden Austausch lokalgeschichtlicher Ordensgeschichten und interkulturelle Erfahrungen.

In ihrer Magisterarbeit von 1993 hat sie sich mit der Geschichte der Ahlener katholischen Mädchenschule der Schwestern unserer lieben Frau von 1902 bis 1932 beschäftigt und das jetzige Gymnasium St. Michael im Spannungsfeld schulpolitischer, politischer und gesellschaftlicher Veränderungen betrachtet.

Die der Schule vorliegende Arbeit wird immer noch für Facharbeiten und Untersuchungen über Frauenbildung im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert herangezogen und zitiert.

Seit 2012 ist Heise neben ihren Geschichtsprojekten als Fachkraft im Provinzarchiv der Missionsschwestern der Unbefleckten Empfängnis tätig. Hier erschließt sie Dokumente der Ordens-, Kirchen-, Frauen- sowie der westfälischen Regionalgeschichte und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Zurzeit arbeitet sie außerdem an einer Biografie über Maria Grönefeld (1941 bis 1993) aus Borghorst, erste weibliche Nationalsekretärin der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ). Wenn man Sabine Heise nach ihrer Arbeit fragt, antwortet sie: „Ich bin die Frau der vielen Berufe.“ Die Auszeichnung für ihre Forschungen zur westfälischen Regionalgeschichte wird Sabine Heise im Sommer in Empfang nehmen.

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