Versuch zur Privatisierung
Stadt will Trauerhalle an Bestatter veräußern

Ahlen -

Zum Jahreswechsel hat sie eine Dachabdichtung erhalten. Jetzt schreibt sie die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite zum Verkauf aus: die Trauerhalle auf dem Westfriedhof.

Freitag, 11.04.2014, 09:04 Uhr

Am Ende sparen? Die Stadt versucht, das buchstäblich zu tun: Sie bietet eine ihrer Trauerhallen an, und zwar die auf dem Westfriedhof . Das 1983 errichtete Gebäude steht seit Donnerstag offiziell zum Verkauf – laut Gutachten für einen Mindestkaufpreis von 341 000 Euro. Zuvor war über den Jahreswechsel das undichte Flachdach repariert worden.

Trauerhalle soll das Objekt auch bleiben: Laut Ausschreibungstext ist der Käufer „verpflichtet, die bisherige Nutzungsart beizubehalten und die Trauerhalle auch anderen Bestattern auf dem städtischen Friedhof gegen ein ortsübliches Entgelt zur Verfügung zu stellen.“

Der rote Ziegelkomplex mit den markanten Mauerrundungen, der sich der Beschreibung nach in ei­nem „normalen Unterhaltungszustand“ befindet, hat einige feuchte Stellen an Innenwänden. Das könnte von innenliegenden Fallrohren herrühren – zudem müsste der Käufer ein defektes Klimaaggregat ersetzen, weil nur noch zwei funktionieren. Die Frage ist allerdings, ob das noch sein muss: Wie der Verwaltungsleiter der Ahlener Umweltbetriebe, Peter Schneider , erst am Dienstag im Ortsausschuss Dolberg mitgeteilt hatte, ist die Zahl der Urnenbestattungen inzwischen auf rund 70 Prozent gestiegen.

Ob die Halle auf dem Westfriedhof die einzige ist, die die Stadt verkaufen möchte und ob ein Verkauf sich möglicherweise auf die Höhe der Gebühren auswirken wird, konnte die Pressestelle am Donnerstag noch nicht beantworten.

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