Eheleute Buczynski sanieren historisches Fachwerkhaus
Jetzt fehlt nur noch ein Mieter

Ahlen -

Seit zwei Jahren verbringt Sebastian Buczynski fast jede freie Minute in dem kleinen Fachwerkhaus an der Nordenmauer. Mit viel Eigenleistung saniert er das Baudenkmal, das seine Frau Jolanthe 2011 erworben hat, um es in Kürze zu vermieten. Denkmalfachfrau Nicole Wittkemper und Stadtbaurat Andreas Mentz loben das Engagement.

Mittwoch, 14.05.2014, 09:05 Uhr

Wie unzertrennliche Zwillinge sehen sie aus, die beiden Fachwerkhäuser an der Nordenmauer . Doch während die Nummer 48 schon vor einigen Jahren saniert wurde, war es um ihr optisches Pendant lange Zeit schlecht bestellt. „Die Hausnummer 46 stand über Jahre leer und war ziemlich verwahrlost“, erinnert sich Nicole Wittkemper . Umso mehr freute sich die städtische Denkmalexpertin, als es Jolanthe Buczynski schließlich erwarb. Sonst wäre irgendwann der Abrissbagger gekommen.

Inzwischen sind mehr als zwei Jahre vergangen, in denen Sebastian Buczynski fast jede freie Minute an der Nordenmauer verbracht hat. „Ich bin gelernter Maurer- und Betonbaumeister, deswegen fiel mir das nicht schwer“, sagt der 39-Jährige und gibt zu, doch noch „einiges dazugelernt“ zu haben. Inzwischen mag ihr niemand mehr glauben, sagt Ehefrau Jolanthe, wie „übel“ es in dem kleinen Haus noch vor drei Jahren ausgesehen hat. „Alles war voll mit Müll und Gerümpel.“ Die 60 000 Euro Kaufpreis seien im Grunde zu viel gewesen, weiß Sebastian Buczynski heute. Aber das Ergebnis der aufwendigen Sanierung entschädigt ihn jeden Tag, wenn er vor dem rund 140 Jahre alten Gebäude steht.

Hinzu kamen Fördermittel der Stadt Ahlen und des Landes NRW für die denkmalgerechte Ausführung der Fenster und der Haustür. Auch das Dach wurde dadurch mitfinanziert. „Dieses schöne Beispiel einer Denkmalssanierung mag vielleicht manchen Liebhaber historischer Gebäude ermutigen, ebenfalls ein solches Projekt anzugehen“, hofft Nicole Wittkemper, die das Paar während der Bauphase intensiv beraten hat. Dabei seien die Vorgaben der Denkmalpflege, aber auch wichtige bauphysikalische Themen – Innendämmung mit Wandheizung zum Schutz der Fachwerkkonstruktion – vorbildlich umgesetzt worden.

In diesem Fall hat die Ei­genleistung jedoch einen kleinen Haken: „Leider können wir nicht selbst einziehen“, sagt die Mutter zweier Kinder. „Das sind etwa 120 Quadratmeter. Für unsere ganze Familie wäre das Haus zu klein.“ Dabei liegt das Grundstück, zu dem auch ein kleiner Garten und ein eigener Stellplatz gehören, innenstadtnah und trotzdem ruhig. „Ich denke, dass wir jemanden finden, der hier gerne leben möchte“, ist Sebastian Buczynski überzeugt.

(Ausführlicher Bericht in der Mittwochsausgabe der „Ahlener Zeitung“.)

Zum Thema

Wer sich für das Wohnen im sanierten Baudenkmal interessiert, kann sich mit Sebastian Buczynski unter der Telefonnummer 01 76 / 64 86 08 71 in Verbindung setzen.

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