Podiumsdiskussion in der Lohnhalle
Ein Feuerwerk der Standpunkte

Ahlen -

Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl in einer Woche: In der Lohnhalle der Zeche 2Westfalen“ trafen am Sonntag die Spitzenkandidaten aufeinander.

Sonntag, 18.05.2014, 17:05 Uhr

Eine Woche vor der Kommunalwahl kamen am Sonntagvormittag die verantwortlichen Parteispitzen Ahlens zu einer Podiumsdiskussion in der Lohnhalle der Zeche „Westfalen“ zusammen. Für die Parteien sprachen Reiner Jenkel (Die Linke), Gabi Duhme (SPD), Petra Pähler-Paul (Die Grünen), Rolf Leismann (BMA), Eric Fellmann (FDP) und Ralf Kiowsky (CDU). Eingeladen hatte die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie ( IG BCE ). Moderator war Frank Haberstroh (Radio WAF).

Marc Senne, Vorsitzender der IG BCE-Ortsgruppe Ahlen, bat in der offenen Mitgliederversammlung zunächst in einer Schweigeminute um Anteilnahme mit den Opfern des Grubenunglücks in Soma / Türkei . Danach traten die Vertreter der Parteien in die offene Diskussion. Es wurden viele Themen wie die Anhebung der Gewerbesteuer, die Konsolidierung des Haushalts, die Zukunft des Baubetriebshofs, die Osttangente, die Schul- und Bildungspolitik, das Schullandheim Winterberg und natürlich die Sanierung des Rathauses teils heftig diskutiert.

Es wurde aber nicht nur heiß diskutiert, sondern mitunter auch mal scharf geschossen. „Der Blick auf wichtige Dinge ist maßgeblich. Man sieht, dass der Bürgermeister es nicht für wichtig hält, zu so einem Termin wie heute zu erscheinen. Aber er ist ja auch ein Auslaufmodell“, wetterte Gabi Duhme. Ein weiterer zentraler Punkt waren das Leerstandsmanagement und der Wirtschaftsstandort Ahlen. Hier waren sich alle Parteien einig, dass sich etwas verändern müsse. Denn durch den Verlust vieler Arbeitsplätze in der letzten Zeit und auch für die Zukunft müsse umfassend reagiert werden. Alle politischen Richtungen wollen nach Einzug in den neuen Stadtrat diese Themen mit Nachdruck angehen. Genauso müsse der Haushalt mit einem schlüssigen Sparprogramm bestmöglich verabschiedet werden. Zu diesem Thema gab es die bekannt differenzierten Ansichten der Parteien, wie und wo am besten gespart werden könne. Allerdings wollten nicht alle Spitzenpolitiker ihre Wahlprogramme abspulen, sondern mit konkreten Beispielen wie dem „Haus Holtermann“ bei den rund 160 interessierten Anwesenden punkten. Viel Kritik erntete dabei Heinrich Artmann (FWG), der auf Anfrage nach Kostensenkungen angab, die Personalkosten (Betriebsausflüge und freie Tage streichen) in der Stadtverwaltung reduzieren zu wollen. Das kam auf einer Gewerk­schaftssitzung gar nicht an und wurde mit anhaltenden Buh-Rufen quittiert.

Zum Ende der Podiumsdiskussion konnten alle Anwesende Fragen an die Parteiverantwortlichen stellen, was auch genutzt wurde, bevor alle Parteien in je fünf Minuten erklären konnten, warum am 25. Mai das Kreuz an „der richtigen Stelle“ gemacht werden soll. Nach rund zwei Stunden beendete der IG BCE-Vorsitzende Marc Senne die äußerst lebhafte Ortsgruppensitzung mit dem Dank an alle Mitwirkenden für den fairen Austausch.

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