„Tralla-City“-Auftakt im Viererpack
Mit Kontrabass und Spinnrad

Ahlen -

Weißes Picknick und Musik des Duos „Rawsome Delights“, Luftakrobatik und komische Trash-Zauberei – die Sommerreihe „Tralla City“ startete gleich mit einem Vierfachangebot. Und das ließ sich ein großes Publikum nicht entgehen.

Sonntag, 13.07.2014, 18:07 Uhr

Ein Spinnrad und ein Kontrabass – für zwei Akrobaten vom Schlage einer Ingrid Swaelens und eines Régis Leroy völlig ausreichend, um ihre Zuschauer mitzunehmen auf eine fantasievolle Reise, auf der sich zwei Menschen wiederbegegnen, sich annähern und wieder Abstand gewinnen.

Zum Auftakt der „Tralla-City“-Reihe am Freitagabend auf dem Marktplatz holte die Kulturabteilung zum zweifachen Doppelschlag aus und präsentierte neben der „Compagnie du Mirador“ anschließend den Berliner Komiker Gregor Wollny und seine reizende Assistentin Jeanette Flexonette. Zum weißen Dinner begleiteten Jenny Weng und Eddie Arndt als Duo „Rawsome Delights“ die Gäste musikalisch.

Dass ein überdimensioniertes Spinnrad Artisten viele Möglichkeiten bietet, um ihre Fähigkeiten zu demonstrieren, überrascht weniger, als das Potenzial eines ebenfalls etwas zu groß geratenen Kontrabasses, dessen Klangqualitäten weniger von Nutzen waren als seine physischen Eigenschaften als Teil des ewig aufregenden Spiels zwischen Frau und Mann.

Tänzerisch bewegten sich die beiden belgischen Akteure auf den Streben des Spinnrads, beeindruckten das Publikum mit einer gekonnten Mischung aus Eleganz der Körpersprache und kraftvoller Bewegung. Dabei drehte sich die Bühne, so dass alle Zuschauer in den vollen Seh-Genuss kamen.

Die Geschichte, die Ingrid Swaelens und Régis Leroy in ausdrucksvollen Bildern erzählten, ist die von dem Abenteuer des Lebens und seinen überraschenden Wendungen und Verwicklungen – Momente voller Musik, Poesie und Lebensfreude, aber auch von Melancholie und Verlust. Was könnte den unabänderlichen Fluss der Zeit sinnbildlicher darstellen als die sich ständig drehende Bühne.

Für eine Dreiviertelstunde ließen die Artisten am Freitag die Zeit mit ihrer Inszenierung „OkoLo“ in luftiger Höhe stillstehen. Was sie boten, waren nicht die spektakulären Acts mit Nervenkitzel und Pyrotechnik, sondern die visuelle Tanzpoesie auf dem Spinnrad, die sich allerdings nicht allen gleichermaßen mitteilte.

Mit dem Straßentheater hat in Ahlen der „Kultursommer“ begonnen, zu dem Kulturchefin Cristina Loi eine stattliche Anzahl von Besuchern begrüßen konnte. Ausdrücklich bedankte sie sich bei der Sparkasse Münsterland Ost, vertreten durch Roland Klein, die die „Tralla-City“-Reihe maßgeblich unterstützt. 

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