Neuer Anlauf für Förderantrag
Runderneuerung statt alt gegen neu

Ahlen -

Die Stadt bemüht sich um Mittel für den Lückenschluss des Zechenbahnradweges. Schlüsselstück ist die alte Bahnbrücke über die Werse. Die muss nicht erneuert werden, wie ursprünglich angenommen.

Freitag, 25.07.2014, 10:07 Uhr

Knapp 80 Jahre alt, aber nutzbar: Die ehemalige Zechenbahnbrücke über die Werse zu sanieren, wäre günstiger als Abbruch und Neubau. Das ist neu, deshalb hat die Stadt einen Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt, um die letzte Lücke des Radweges zu schließen.
Knapp 80 Jahre alt, aber nutzbar: Die ehemalige Zechenbahnbrücke über die Werse zu sanieren, wäre günstiger als Abbruch und Neubau. Das ist neu, deshalb hat die Stadt einen Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt, um die letzte Lücke des Radweges zu schließen. Foto: Jörg Pastoor

Es wird sehr gut genutzt, ist beliebt. Aber ein Problem hat der Zechenbahnradweg : Er endet ein bisschen im Nirgendwo, zwischen Guissener Straße und Bergamtsstraße. Im Moment fehlen noch wenige hundert Meter, um den fertig ausgebauten Radweg in Guissen direkt an das andere Endstück auf dem Zechengelände anzuschließen – dort hört er am früheren Lokschuppen auf. Noch.

Das führt dazu, dass Zufallstouristen auf dem Zechengelände eher die Ausnahme sind. „Klar, die Wegeführung ist das Problem“, weiß auch Christian Kruthoff, in der Stadtplanung federführend mit der Zeche befasst, „deshalb steht ja der Radweg für uns auch in der Trialog-Umsetzung ganz oben auf der Liste.“

Die Schlüsselrolle spielt dabei die Brücke über die Werse . Die Stahlkonstruktion ist als Flussüberquerung der direkte Zugang zur Zeche von und nach Süden. Bisherige Förderanträge der Stadt waren noch vom Abbruch und dem Bau einer neuen Brücke ausgegangen. „Aber wir haben das untersuchen lassen. Dabei haben wir festgestellt, dass ein Ersatz von alt durch neu teurer wäre als eine Sanierung“, so Kruthoff. Zudem hat sich die Befürchtung, dass bei der Runderneuerung belastete Farben ein Umweltproblem darstellen könnten – wie bei der Lippebrücke in Dolberg – erübrigt. Kruthoff: „Es ist gut, dass dieses Ergebnis herausgekommen ist.“ Mit der neuen Erkenntnis hat er letzte Woche den schon bestehenden Förderantrag aktualisiert und an die Bezirksregierung geschickt. „Jetzt müssen wir abwarten.“

Wenn die 1935 eingeweihte Brücke, die die Zechenbahn mit dem Kohlehafen in Uentrop verband, restauriert ist, könnte die frühere Bahntrasse komplett direkt das Radwegenetz im Ruhrgebiet an das im Münsterland anschließen. Damit würden viel mehr aus Richtung Dolberg kommende Radtouristen die Möglichkeit haben, den autofreien Weg über die Zeche zu nutzen und nur das Schlingenfeld kurz kreuzen zu müssen. Im Moment weisen Karten und internetgestützte Wegeplaner noch die Strecke über den Werseradweg – und damit ein Stück der Straße Zum Schlingenfeld – oder die weiter östlich gelegene Brücke an der Bergamtsstraße als Route in die Stadt aus.

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