Spielbetrieb im „Paintballpark Westfalen“ aufgenommen
„Räuber und Gendarm“ mit anderen Mitteln

Ahlen -

Der „Paintballpark Westfalen“ an der Hammer Straße ist am Samstag in Betrieb gegangen. Darauf hatten viele Anhänger des nicht unumstrittenen Freizeitsports offenbar nur gewartet, die teilweise aus dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland extra nach Ahlen gekommen waren.

Sonntag, 21.09.2014, 19:09 Uhr

Es ist 10.45 Uhr am Samstagvormittag, als sich vor den Toren des „ Paintballparks Westfalen “ an der Hammer Straße bereits eine kleine Schlange bildet. Die inoffizielle Eröffnung der Anlage ist allerdings erst für 11 Uhr angesetzt und so müssen sich die teilweise von weit her angereisten Spieler noch ein wenig gedulden, bevor es auf dem 15 000 Quadratmeter großen Areal gegenüber der „Westfalen-Kaserne“, dem größten „Woodland-Spielfeld“ in NRW, endlich losgehen kann. Hier können bis zu 150 Personen gleichzeitig Paintball spielen. Um vor den abgeschossenen Farbkugeln der Gegner in Deckung zu gehen, bietet das Terrain allerlei Möglichkeiten.

Es sieht alles fertig aus. Doch Michael Wennmann gibt zu, dass der Abschluss des nunmehr sechs Jahre währenden Projektes eine Punktlandung war: „Die letzten Tage waren aber positiver Stress. Wir mussten halt noch die letzten Vorbereitungen treffen.“ Spätestens mit der Eröffnung der Anlage geht nun auch die politische Diskussion zu Ende, die in der Bundesrepublik zwangsläufig immer dann entsteht, wenn eine Paintballanlage genehmigt werden soll. Auch das sieht Wennmann, der die Anlage leitet, unkritisch. Es sei halt wie bei jedem größeren Projekt: Auf der einen Seite finden sich Befürworter, auf der anderen Gegner.

Das war jedoch am Tag der Eröffnung sowieso alles vergessen. Neben den auswärtigen Spielern, die aus der gesamten Region, aber auch aus dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland kamen, fanden sich auch einige interessierte Ahlener ein. „Wir wollen uns einfach mal ein bisschen umgucken“, das war vielfach zu hören. Aber auch spontanes Mitspielen war am Eröffnungstag möglich: Wer die erforderliche Schutzkleidung nicht selbst mitbrachte, konnte sie auch vor Ort ausleihen. Denn ohne eine Gesichtsmaske zum Beispiel darf keiner aufs Spielfeld. Auf selbigem waren es dann zahlreiche „Marshalls“ und „Referees“, die die Einhaltung der Regeln überwachten und für Sicherheit sorgten. Dabei müssen sie die unterschiedlichen Verkleidungen auseinanderhalten, wenn Hase oder Sträfling hinterm Busch auftauchen. Es hat ein bisschen was von „Räuber und Gendarm“, nur mit anderen Mitteln und vielleicht etwas höherem Adrenalinausstoß.

Wer Paintball selber einmal ausprobieren möchte, kann das täglich ab 11 Uhr tun. Sonntags bis freitags sind dabei nur Anmeldungen von Gruppen ab sechs Personen möglich. Samstags hingegen können auch Einzelspieler und kleinere Gruppen mitspielen.

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