Bürgermeisterwahl: Berger und Berlage im Gespräch
CDU prescht mit Kandidat vor

Ahlen -

Die CDU wird voraussichtlich am Donnerstag ihren Bürgermeisterkandidaten bekanntgeben. Dabei soll es sich um Dr. Alexander Berger aus Ahlen handeln, zurzeit Dezernent bei der Bezirksregierung. Damit würde sich die weitere Suche nach einem gemeinsamen überparteilichen Kandidaten erübrigen.

Mittwoch, 26.11.2014, 09:11 Uhr

In der Stadt schwirren die Gerüchte umher. Seitdem die CDU angekündigt hat, am Donnerstagabend dem Stadtverbandsvorstand ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 vorzustellen, haben die Spekulationen noch einmal an Intensität zugenommen.

Dabei sind seit Wochen immer die gleichen Namen im Gespräch: Paul Berlage und Dr. Alexander Berger . Ersterer ist der langjährige Bürgermeister der Nachbarstadt Drensteinfurt, der bei der Kommunalwahl am 25. Mai dieses Jahres seinem SPD-Kontrahenten Carsten Grawunder überraschend unterlegen war. Der zweite ist als Dezernent bei der Bezirksregierung Münster für Personalangelegenheiten an Gymnasien, darunter auch Ahlen , zuständig.

Mit der voraussichtlichen Nominierung Bergers haben sich vermutlich auch alle Bemühungen, einen überparteilichen Kandidaten zu finden, erledigt. Vor allem die bürgerlichen Wählergruppierungen FWG und BMA drängen seit Langem auf ei­nen Kandidaten, der von ei­nem möglichst breiten Parteienbündnis getragen wird. Der Idee, wie anderswo in Bönen oder Lotte einen neuen Bürgermeister per Stellenanzeige zu suchen, hätten der FWG-Vorsitzende Heinrich Artmann und die grüne Frontfrau Petra Pähler-Paul durchaus einiges abgewinnen können, während ein solches Verfahren für den Chef der Bürgerlichen Mitte (BMA), Matthias Bußmann, nur die Ultima Ratio sein konnte.

Andererseits hatte Artmann schon sehr frühzeitig zu erkennen gegeben, dass er es gerne sähe, wenn der Drensteinfurter Berlage antreten würde. Dessen Bedingung: ein breites Bündnis möglichst unter Einschluss der SPD. Das scheint jetzt in noch weitere Ferne zu rücken, wobei die Sozialdemokraten durch ihre Ankündigung, den am 5. Dezember zu wählenden neuen Stadtverbandsvorstand an der Suche beteiligen zu wollen, das Prozedere zeitlich erheblich verzögert haben. Bezüglich eines eigenen Kandidaten übt sich die SPD ohnehin seit Monaten beharrlich in Schweigen, wobei einige Beobachter der politischen Szene davon ausgehen, dass sie derzeit gar keinen hat, zumal die Noch-Vorsitzende Gabi Duhme stets betont hat, sie sei für einen gemeinsamen Kandidaten offen. Im Übrigen ist der Partei mit Daniel Kunstleben zumindest ein potenzieller Bewerber abhanden gekommen, der vor kurzem in Wesel Erster Beigeordneter geworden ist.

Dr. Alexander Berger, der sich dem Vernehmen nach früher schon mal als Geschäftsführer der Wirtschaftsförde rungsgesellschaft in Ahlen beworben hatte, bringt wichtige Eigenschaften mit, die der CDU augenscheinlich sympathisch sind: mit Anfang 40 vergleichsweise jung und von der Ausbildung her Jurist. Zudem wohnt er in Ahlen und war in der Vergangenheit auch schon Schatzmeister beim Tennisclub Blau-Weiß.

Auch die Freien Demokraten scheinen die Kandidatur Bergers mittragen zu wollen. Die haben ebenfalls für Donnerstagabend zu einer Vorstandssitzung mit einem ei­n­zigen Tagesordnungspunkt eingeladen.

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