Auszeichnung für den SkF
Beratungsqualität mit Brief und Siegel

Ahlen -

Einen „guten Start ins Leben“ bietet der Sozialdienst Katholischer Frauen durch seine sozialen Angebote und Beratungen. Das zeigt jetzt auch ein neues Qualitätssiegel.

Freitag, 05.12.2014, 20:12 Uhr

Bettina Prothmann und Nadine Deiters (r.) passen schon mal das neue Qualitätssiegel an, das dem Sozialdienst Katholischer Frauen verliehen worden war.
Bettina Prothmann und Nadine Deiters (r.) passen schon mal das neue Qualitätssiegel an, das dem Sozialdienst Katholischer Frauen verliehen worden war. Foto: Peter Schniederjürgen

„Hier kommt es hin“, freut sich Nadine Deiters über das Schild für die Auszeichnung die der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) im Kreis Warendorf mit seinem Sitz an der Königstraße seit Freitag hat. Da überbrachte Bettina Prothmann , von der Projektleitung „Guter Start ins Leben“ des SkF-Gesamtvereins die Plakette, die das Haus als kompetente Fachstelle der frühen Hilfen ausweist.

„Gerade die ersten Jahre eines Kindes sind prägend, das ist die Zeit, in der junge Eltern aber auch die wenigste Erfahrung und damit das größte Konfliktpotenzial entwickeln“, macht Bettina Prothmann deutlich. Als Reaktion darauf hat der SkF, unterstützt von der Aurides-Stiftung und von der Universität Münster begleitet, das Konzept der frühen Hilfen zunächst modellhaft erprobt. „Es ließen sich wissenschaftlich fundiert die Vorzüge und Stärken aufzeigen“, so Prothmann. Dabei wurden Qualitätsstandards entwickelt. Die erfüllt der Verein. Dafür die Auszeichnung.

Worum geht es genau? „Es beginnt im Grunde mit der Schwangerschaftsberatung und mit dem Willkommensbesuch geht es weiter“, erklärt Nadine Deiters, Koordinatorin dieser Hilfen. Die sind ein absolut freiwilliges Angebot - ohne jeden Kontrollcharakter. „Durch die Schwangerschaftsberatung lernen die Frauen uns kennen und es entsteht die vertrauensvolle Basis“, berichtet Marianne Beckmann von der Schwangerschaftsberatung des Vereins. Die ermöglicht es, Probleme niederschwellig anzusprechen. Über das Netzwerk der frühen Hilfen ist dann eine Beratung zur Problemlösung meist schnell gefunden. So kommen in Ahlen der Babykorb, ein Laden für Kinderkleider und der Treff „Mama Mia“ dazu. Beides ermöglicht Eltern die niederschwellige Kontaktaufnahme. Ein weiterer Netzwerkpartner ist das Jugendamt, auch Kinderärzte sind mit im Boot.

„Eltern sind zunehmend mit Erziehungsaufgaben in ihrem Alltag überfordert“, hat die Geschäftsführerin des SkF in Ahlen, Susanne Pues, erfahren. Traditionelle Unterstützungssysteme wie Verwandtschaft oder Nachbarschaft, die bei Krisen helfen können, erfüllen diese Funktion immer weniger. Zusammen mit materieller Not, Partnerschaftsproblemen und Existenzängsten ist die Lebenssituation vieler Familien stark belastet. Hier setzt das Angebot „Guter Start ins Leben“ ein. „Es erstreckt sich von der Schwangerschaft bis zum Ende des dritten Lebensjahres und stellt die Hilfe für Eltern und Kinder in den Mittelpunkt“, bringt es die Geschäftsführerin auf den Punkt.

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