Tuningtreffen auf der Zeche
Wer wird nicht gestört?

Ahlen -

Lärm und Müll ärgert die Anwohner im Umkreis des Zechengeländes. Vor allem an Wochenenden gehe es dort rund.

Samstag, 24.01.2015, 20:01 Uhr

Rennstrecke gegen den Willen der Nachbarn: die Zechenstraße.
Rennstrecke gegen den Willen der Nachbarn: die Zechenstraße. Foto: Jörg Pastoor

Wenn es für sie nicht so traurig wäre, hätte sie sich beinahe vor Lachen auf die Schenkel geklopft: Die Tuningtreffen auf der Zeche stören ja keinen? Sie, ihre Nachbarn und genug andere in weitem Umkreis fühlen sich massiv gestört – weshalb sie sich gleich an die „AZ“-Redaktion wandte.

Schwellen auf dem Asphalt direkt vor den Zechengebäuden würde sich die Frau, die ihren Namen für sich behalten möchte, auch auf der Stapelstraße wünschen. Denn gleich ab der abknickenden Vorfahrt in Höhe des Kinderspielplatzes gehe es abends los. Mit Vollgas Richtung Zeche. Jetzt im Winter sei es etwas weniger. Aber die warme Jahreszeit sorge abends und vor allem am Wochenende für locker ein Dutzend Tiefergelegter, die den ganzen Abend über – teils bis in den frühen Morgen – außer Lärm auch Müll zur Zeche bringen. Und: Sie sieht sehr wohl Vertreter der „Street Szene“ mit bei den Verursachern für Tempoverstöße. „Die Stadt hat auf unsere Anfrage hin mal gemessen.“ Ergebnis? „Unauffällig“, gibt sie das Urteil sarkastisch wieder. Das Tempolevel habe bei 48 km/h gelegen. Und was gelte hier in der Siedlung? 30. . .

Das bisher noch nicht eingetretene Horrorszenario sei der erste Unfall mit einem Kind, das im falschen Moment vom immer stark frequentierten Spielplatz auf die Fahrbahn laufe. Anrufe bei der Stadt mit der Bitte um den Bau eines Zauns brächten da ebenso wenig wie nächtliches Durchklingeln bei der Polizei : „Die sind ja meistens schon weg, wenn die Streife kommt.“

Ob „Ahlener Hütchen“, Blumenkisten oder Schwellen auf der Stapelstraße zumindest statt purer Raserei Slalomkurse in die Siedlung bringen, weiß die Leserin nicht. So einfach sei das nämlich auch nicht. „Wir haben ja viele Parkbuchten hier – und auch die Straßeneinmündungen.“ Dass aber etwas passieren müsse, damit sich die Anlieger nach der Arbeit wieder in Ruhe in ihren eigenen Gärten unterhalten können, das stehe außer Frage.

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