Bürgerbegehren gegen Straßenumbenennung
Unterschriftenlisten ab Februar bereit

Ahlen -

Die Anwohner der vier Ahlener Straßen, die umbenannt werden sollen, stehen in den Startlöchern: Im Februar soll die Sammlung von Unterschriften beginnen. 2500 sind für das angestrebte Bürgerbegehren notwendig.

Mittwoch, 28.01.2015, 10:01 Uhr

Streben ein Bürgerbegehren an: Dirk Hachmeister sowie Angelika und Martin Lange (v.l.) gehören zur Initiative von Anwohnern der vier betroffenen Straßen.
Streben ein Bürgerbegehren an: Dirk Hachmeister sowie Angelika und Martin Lange (v.l.) gehören zur Initiative von Anwohnern der vier betroffenen Straßen. Foto: Christian Wolff

25 00 Unterschriften sind nötig, um das von einer Anwohnerinitiative angestrebte Bürgerbegehren umzusetzen. „In der ersten Februarwoche sollen die Listen vorliegen, dann machen wir uns auf den Weg“, sagt Mitinitiatorin Angelika Lange . Alle Ahlener, die gegen die geplante Umbenennung von Agnes-Miegel-Straße , Pfitznerweg, Karl-Wagenfeld-Platz und Friedrich-Castelle-Weg stimmen, können sich darauf eintragen.

„Es ist unglaublich, wie viele Menschen mich auf diese Sache ansprechen“, sagt die Anwohnerin des Karl-Wagenfeld-Platzes. Daher werde die Unterschriftenaktion nicht allein an Infoständen umgesetzt, sondern auch an festen Anlaufstellen. „Wir haben die Zusage von zwei Geschäften in der Innenstadt, die für uns Listen auslegen möchten. Dort hat dann jeder die Möglichkeit, sich einzutragen, wenn es seine Zeit erlaubt.“ Sobald die Listen im Rathaus abgesegnet worden sind, werden die Anlaufstellen bekanntgegeben.

Wie berichtet, wurden rund 300 bereits Ende Dezember gesammelte Unterschriften Anfang dieses Jahres für ungültig erklärt, weil die Listen rechtlich nicht der Form eines Bürgerbegehrens entsprachen. Daraufhin wurde der Verein „ Mehr Demokratie “ aus Köln beratend hinzugezogen.

Die Initiative beschäftigt sich aber ebenso intensiv mit den Äußerungen von Dirk Tutat, Ratsmitglied der Linkspartei. „Ich habe lange überlegt, ob ich darauf reagieren soll, weil mein Name in einen völlig falschen, einseitigen Zusammenhang gebracht wurde“, gesteht Martin Lange. „Aber ich habe es dann doch sein lassen, weil ich mich nicht auf solch ein unterirdisches Niveau begeben will.“ Enttäuscht ist auch Dirk Hachmeister: „Ich finde es bezeichnend, dass unser Bürgermeister Benedikt Ruhmöller lapidar mit einem Zweizeiler seine Nichtzuständigkeit erklärt, während der Landrat eine ausführliche Stellungnahme abgegeben hat.“ Er fühle sich als Bürger in seinen demokratischen Rechten nicht ernst genommen.

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