Rat will acht – Hauptabteilung elf
Wieviele Autos müssen es denn sein?

Ahlen -

Acht Dienstwagen für den Außendienst des Rathauspersonals? Das ist für Hauptabteilungsleiter Ulrich Schwar „illusorisch“. Der Finanzausschuss war da mehrheitlich ganz anderer Meinung. Unter anderem wurde der Einsatz von Diensträdern angeregt.

Freitag, 06.02.2015, 08:02 Uhr

Wieviele Dienstwagen muss der städtische Fuhrpark umfassen? Höchstens acht – statt bisher 13, wie der Rat es im Dezember aus Kostengründen vorgegeben hatte? Oder doch lieber elf, die Hauptabteilungsleiter Ulrich Schwar am Donnerstagabend im Finanzausschuss als nötig vertrat? Mit seiner Empfehlung, im Bedarfsfall noch zwei weitere Wagen leasen zu dürfen und in dem Fall weiterhin 13 Fahrzeuge im Bestand zu behalten, kam er allerdings nicht weiter.

Schwar hatte seine Gründe. Mit 13 Autos – fünf am Baudezernat und acht in der Rathausgarage – habe es „immer relativ gut gepasst“. Sicher stehen die Wagen auch mal kurz ungenutzt, doch da seien eben auch die Zeiten, in denen nicht genug zur Verfügung stehen. Die Verwaltung selbst habe vor dem entsprechenden Beschluss schon über eine Reduzierung der Fahrzeugflotte nachgedacht. Eben auf elf. Zudem solle ein im Haus entwickeltes Computerprogramm transparent machen, wie oft und von wem wofür die Pkw wann gebraucht werden. Aber die Vorgabe, mit acht Autos auszukommen? Laut Ulrich Schwar „illusorisch“. Deshalb bat er den Ausschuss, den Weg für die elf (bereits bestellten) Wagen freizumachen und sogar darum, „uns arbeitsfähig zu halten“.

Das sahen fast alle Fraktionen ganz anders. Iris Binder auf der CDU-Seite fand, acht Fahrzeuge müssten reichen, zumindest versuchsweise bis Jahresende. Was sei denn mit Elektrorädern? Wenn es nicht lange, könne man ja über „ein, zwei“ zusätzliche Wagen reden. Worin ihr Norbert Fleischer für die FDP Recht gab. SPD-Frau Gabriele Duhme hätte mindestens Entgegenkommen „auf der Mitte“ erwartet.

Matthias Bußmann (BMA) war Schwars Papier der grundsätzlich falsche Ansatz. Er wollte statt einer Festlegung auf Leasingautos für drei Jahre lieber den Gesamt-Kilometerbedarf des Fuhrparks im Jahr wissen und die Pkw-Zahl davon abhängig machen. So sei ihm das zu „starr“.

Zu „dünn“ fand sie Petra Pähler-Paul. Die Grüne hatte die Betrachtung von Fahrrädern oder Motorrollern vermisst, oder von der Einbeziehung am Wochenende nicht genutzter Wagen in Carsharing-Angebote für die Bürger, wie sie andere Kommunen anböten. Bürgermeister Benedikt Ruhmöller sagte die Überprüfung zu. Der Ausschuss fällte keine Entscheidung, weil der Beschlussvorschlag so nicht durchgegangen wäre. Die Schrumpfung des Stadt-Fuhrparks wird also erneut Thema werden.

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