Drei Steine für die Bundesgartenschau
Im Havelland zeigt Magera sein Können

Ahlen -

Mit drei Mustergrabstelen ist ein Ahlener Steinmetzbetrieb auf der kommenden Bundesgartenschau im Havelland vertreten: Andreas Magera hat bereits im Vorjahr mit den Vorbereitungen begonnen, Pläne gezeichnet und Modelle erstellt. Die Ergebnisse, sagt er, zeigen die große Bandbreite seines Meisterbetriebs an der Weidenstraße.

Dienstag, 03.03.2015, 22:03 Uhr

Lichtschein aus zerbrechender Schale: Steinmetzmeister Andreas Magera neben einem der Mustergrabsteine, die er in Kürze auf der Bundesgartenschau präsentiert.
Lichtschein aus zerbrechender Schale: Steinmetzmeister Andreas Magera neben einem der Mustergrabsteine, die er in Kürze auf der Bundesgartenschau präsentiert. Foto: Christian Wolff

Zwischen dem 18. April und dem 11. Oktober lockt die Bunde sgartenschau in den Osten der Republik. Erstmals findet das Ereignis in mehreren Bundesländern zugleich statt – in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Doch auch für Andreas Magera wird es eine Premiere sein: Zum ersten Mal zeigt der Ahlener Steinmetzmeister auf einer Bundesgartenschau die Bandbreite seines Schaffens.

„Wir haben drei Mustersteine erstellt, die sich auf ganz unterschiedliche Formen dem Thema Tod nähern“, sagt der 32-Jährige. „Sie sollen auf einem Mustergräberfeld aufgebaut und in ein gärtnerisches Konzept eingebunden werden.“ In der kommenden Woche werden die Objekte verladen und ins Havelland transportiert.

Andreas Magera hat die Teilnahme an der Bundesgartenschau bereits im Mai vorigen Jahres auf den Weg gebracht und hegt durchaus die Hoffnung, auf Interesse einer Fachjury zu stoßen. „Für die Teilnahme mussten ein 1:10-Modell sowie 1:1-Zeichnungen eingereicht werden“, erzählt er. Bei der Umsetzung seiner Ideen konnte Magera voll auf die Unterstützung seines Gesellen Andreas Hülsen zählen. Der 51-Jährige ist bereits seit zwei Jahrzehnten in dem Fachbetrieb an der Weidenstraße tätig.

Aus Anröchter Stein erstellte das Team ein Objekt mit einem Spruch und einer rechteckigen Aussparung, in die fallende Blätter aus Ruhrsandstein eingearbeitet wurden, die an einem Edelstahlband hängen. „Das war gar nicht so einfach“, gibt An­dreas Magera zu. Die fallenden Blätter stehen symbolisch für den Tod. „Ein typischer Grabstein für Unfallopfer“, verrät der Experte.

Das zweite Beispiel ist aus Ruhrsandstein mit einer unbearbeiteten Fläche im oberen Bereich, die vergoldet wurde. Durch sie wirkt es, als würde permanent Licht durch den Stein scheinen. Muster Nummer drei aus Ocean Beige ist dagegen eher schlicht gehalten. Es zeigt einen Schmetterling mit einem Auszug aus einem passenden Liedtext.

Die Bundesgartenschau findet in den Orten Brandenburg an der Havel, Rathenow, Premnitz, Rhinow und Havelberg statt. Insgesamt wird die Gartenausstellung auf einer Gesamtfläche von 54,7 Hektar ausge richtet.

Für die Teilnahme mussten ein 1:10-Modell sowie 1:1-Zeichnungen eingereicht werden.

Andreas Magera
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