Rückläufige Zahlen zwingen zum Handeln
„Hoher Norden“ kooperiert mit den Südenschützen

Ahlen -

Weniger Mitglieder, weniger Festbesucher: Der Schützenverein „Hoher Norden“ reagiert – und kooperiert. Mit den Südenschützen.

Sonntag, 08.03.2015, 11:03 Uhr

Die Vorstandsmitglieder Philip Rings, Ingo Rütten, Björn Ellefred, Andreas Lerley und Sven Kras wollen für die Zukunft frühzeitig Weichen stellen, ehe es zu spät ist.
Die Vorstandsmitglieder Philip Rings, Ingo Rütten, Björn Ellefred, Andreas Lerley und Sven Kras wollen für die Zukunft frühzeitig Weichen stellen, ehe es zu spät ist. Foto: Ralf Steinhorst

Ingo Rütten lenkt auch in den kommenden vier Jahren als Vorsitzender den Schützenverein „Hoher Norden“. Auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Gaststätte „ Bürgereck “ standen aber vor allem die Mitgliederentwicklung und die Zukunft des Vereins im Fokus.

Bei den Teilwahlen zum Vorstand traten alle zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wieder an und wurden auch einstimmig gewählt. Damit bleibt Ingo Rütten Vorsitzender, Björn Ellefred Schriftführer und Jörg Wiedehage Beisitzer.

Darunter leidet auch die Außendarstellung des Vereins.

Ingo Rütten

Nach jahrzehntelanger Vereinsarbeit auf verschiedenen Positionen verzichtete Inventarienverwalter Michael Strickmann aus persönlichen Gründen auf seine Wiederwahl und bekam für seine Leistungen von Ingo Rütten einen großen Dank. Zum neuen Inventarienverwalter wurde Udo Kras gewählt. Nachfolger von Peter Dierksmeier als Kassenprüfer wurde Heinz Brentrup.

Schon vor seiner Wiederwahl zog Ingo Rütten ein zwiespältiges Fazit seiner ersten vier Jahre als Vorsitzender. Er bescheinigte einerseits dem Vorstand eine gute Arbeit, auch als Team. Andererseits bemängelte er offen die zunehmend nachlassende Teilnahme der Mitglieder an den Vereinsfesten, das Schützenfest bezog er dabei ausdrücklich ein: „Darunter leidet auch die Außendarstellung des Vereins“. Um dann festzustellen, die Feste seien für alle gemacht, wofür Ingo Rütten Applaus erhielt.

Mitgliederzahl sank von 194 auf 150

Auch weil die Mitgliederzahl des Schützenvereins kontinuierlich sinkt, machte sich der Vorstand in den vergangenen Monaten intensiv Gedanken um die Zukunft. Seit 2003 ging die Zahl von 194 auf die aktuell 150 zurück. Ingo Rütten sah darin einen Trend, der alle Vereine betrifft. Auch die Absage des diesjährigen Schützenfestes des Allgemeinen Bürgerschützenvereins vom Vortag zeige deutlich die Entwicklung.

Der Vorstand will daher gegensteuern und enger mit den Südenschützen zusammenarbeiten. Ein gemeinsames Boßeln gab es schon, das gut bei den Mitgliedern ankam. Die gemeinsamen Veranstaltungen sollen intensiviert werden, auch ein gemeinsames Schützenfest wird nicht ausgeschlossen.

Wenn die Mitgliederzahlen weiter runtergehen, bekommen wir ein Schützenfest nicht mehr hin.

Ingo Rütten

„Wenn die Mitgliederzahlen weiter runtergehen, bekommen wir ein Schützenfest nicht mehr hin“, betonte Ingo Rütten. Auch die Südenschützen zeigen eine große Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Die Vereine wollen zunächst aber ihre Eigenständigkeit erhalten, die Frage einer Fusion wird derzeit noch nicht intensiv diskutiert.

Ingo Rütten bat alle Mitglieder, am 2. Mai am gemeinsamen Maigang mit dem Süden teilzunehmen, um sich besser kennenzulernen. Aus den Reihen der Mitglieder gab es für diese Vorgehensweise in Diskussionsbeiträgen allgemein Zustimmung.

Weitere Termine sind am 5. April das Osterfeuer im „Hof Münsterland“ sowie das Schützenfest vom 14. Bis 16. August.

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