Rathaus-Antrag ärgert Gabi Duhme und Petra Pähler-Paul
Unmut über Linken-Vorstoß

Ahlen -

Möglichst schnell beendet sollte nach Ansicht von SPD und Grünen die von den Linken los getretene Diskussion um das Rathaus. Die Fraktionsvorsitzenden Duhme und Pähler-Paul erinnern ihren Kollegen Jenkel an dazu im Rat gefasste Beschlüsse.

Mittwoch, 15.04.2015, 09:04 Uhr

Fast idyllisch wirkt die zur Werse gewandte Seite des Rathauses in der Frühlingssonne am Dienstag.
Fast idyllisch wirkt die zur Werse gewandte Seite des Rathauses in der Frühlingssonne am Dienstag. Foto: Ulrich Gösmann

„Diskussion zur Unzeit“ und „inhaltlich falsch und nicht fair gegenüber der Verwaltung“ ist das Gelindeste, was Linken-Chef Reiner Jenkel an Echo für seinen Antrag entgegenschallt, die Rathaussanierung zu kippen.

„Es gibt einen mit Mehrheit gefassten Beschluss des Rates, nicht in die Arbeitsagentur umzuziehen und einen gemeinsamem Beschluss über die Sanierung des Rathauses “, stellt die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Duhme im Gespräch mit der „AZ“ fest. Darüber hinaus gebe es eine Rathauskommission, in der die Verwaltung regelmäßig über den Stand der Vorbereitungen informiere, der auch Herr Jenkel angehöre. Im Übrigen zeige sich gerade, wie gut ihre Partei seinerzeit beraten gewesen sei, gegen den Umzug in die Arbeitsagentur zu votieren, wenn sie an das erhöhte Verkehrsaufkommen im Bereich des neuen Einkaufszentrums denke. Außerdem zeige auch die jüngste Entwicklung, wie unverzichtbar die Stadthalle sei, nachdem auch das Kettelerhaus seine Türen geschlossen habe. „Wir können auf das Saalangebot der Stadthalle nicht verzichten.“

„Alle sollten mal schön den Ball flach halten“, lautet die dringende Empfehlung von Petra Pähler-Paul. Die Vorsitzende der dreiköpfigen grünen Fraktion hatte sich ähnlich wie die Linken, die Liberalen und ein kleiner Teil der CDU vehement für einen Umzug stark gemacht. „Aber heute gibt es eindeutige Beschlüsse“, mahnt sie. Deshalb sehe sie für eine intensive Beschäftigung mit dem Antrag gar keine Grundlage. Nicht nur, dass die Verwaltung gute Arbeit bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses leiste und noch vor den Sommerferien etwas vorlegen werde. Zudem solle ein Landesprogramm für die Sanierung maroder Bauten aufgelegt werden, von dem man noch nicht wisse, ob es auf Ahlen zutreffe. Und damit nicht genug, habe auch der Landschaftsverband durchblicken lassen, dass er sich durchaus eine Unterschutzstellung des Rathauses als Denkmal vorstellen könnte. Von daher sei der Antrag der Linken einfach deplatziert. Auch wenn sie selbst nicht gerade ein Fan des Rathauses sei, gelte es doch, alle Optionen sorgsam zu prüfen, so Pähler-Paul.

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