Irritationen bei Gedenkfeier zum 8. Mai
Kranzniederlegung ohne Bundeswehr-Beteiligung

Ahlen -

Ein ungewöhnliches Bild bot sich bei der Gedenkfeier zum 8. Mai auf dem Marktplatz. Die Kranzniederlegung in Erinnerung an den 70. Jahrestag des Kriegsendes durch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller erfolgte ohne Bundeswehr-Beteiligung.

Montag, 11.05.2015, 12:05 Uhr

Der Realschüler Franz Krefft legte gemeinsam mit Bürgermeister Benedikt Ruhmöller einen Kranz vor dem Kriegerehrenmal nieder.
Der Realschüler Franz Krefft legte gemeinsam mit Bürgermeister Benedikt Ruhmöller einen Kranz vor dem Kriegerehrenmal nieder. Foto: Peter Schniederjürgen

„Es ist traditionell ein stilles Gedenken“, fasste Bürgermeister Benedikt Ruhmöller am Freitagabend den Charakter der Kranzniederlegung zum 8. Mai zusammen. Der 70. Jahrestag des Kriegsendes hatte wieder zahlreiche Bürger und Ehrengäste auf den Marktplatz geführt.

Vor dem Ehrenmal gedachte das Stadtoberhaupt mit Franz Krefft , Schüler der Städtischen Realschule, der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften. Eine Konstellation, die in dieser Form eigentlich nicht geplant war, wie am Rande der Veranstaltung schnell deutlich wurde. Die Abwesenheit der Bundeswehr sorgte nämlich für Irritationen. Erst durch einen Telefonanruf erfuhren die Organisatoren, dass Oberfeldarzt Fritz Stoffregen , Kommandeur des Sanitätsregiments 22 „Westfalen“, zeitgleich auf einer Anästhesiemesse in Düsseldorf weilte.

Warum kein Kasernenvertreter auf den Marktplatz beordert wurde, ließ sich am Freitagabend nicht mehr klären. Immerhin kam dadurch die Schülerseite, die sich intensiv mit dem Ende der Nazidiktatur befasst hat, zu besonderer Würdigung.

„Wir müssen uns ständig daran erinnern, dass unser Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein hohes Gut, um das wir uns immer wieder bemühen müssen“, stellte der Verwaltungschef klar. An vielen Orten der Welt toben nach wie vor bewaffnete Konflikte. „Darum denken wir auch an die Soldaten der Bundeswehr und besonders die Soldaten unseres Sanitätsregiments, die überall in der Welt ihren lebensgefährlic hen Einsätzen nachgehen“, ergänzte der Realschüler Krefft.  

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